Zum Hauptinhalt springen

Sie trainierte in der gleichen Sporthalle wie Carlos

Neben Carlos wurde auch eine zweite Zürcher Jugendliche für 25'000 Franken pro Monat rundum betreut. Das Sondersetting ist inzwischen beendet und wirft vor allem wegen der Kostenverteilung Fragen auf.

Carlos auf seinem Bett in der betreuten Wohnung in Reinach. (Screenshot SRF)
Carlos auf seinem Bett in der betreuten Wohnung in Reinach. (Screenshot SRF)
Keystone
Justizdirektor Martin Graf (Grüne) nimmt zum zweiten Mal vor den Medien Stellung zum Fall Carlos. Erstmal äusserte er sich am 6. September (Bild), nachdem er bei der Oberjugendanwaltschaft einen Bericht zum Fall angefordert hatte.
Justizdirektor Martin Graf (Grüne) nimmt zum zweiten Mal vor den Medien Stellung zum Fall Carlos. Erstmal äusserte er sich am 6. September (Bild), nachdem er bei der Oberjugendanwaltschaft einen Bericht zum Fall angefordert hatte.
Sophie Stieger
Boxer mit «All for Brian»-T-Shirt setzt ein Zeichen
Boxer mit «All for Brian»-T-Shirt setzt ein Zeichen
Kostas Maros
1 / 9

130 Jugendliche aus dem Kanton Zürich waren in diesem Sommer stationär untergebracht. Doch nur für zwei davon gab es ein teures, massgeschneidertes Rundumprogramm, ein sogenanntes Sondersetting. 29'200 Franken pro Monat kostete es seit Juli 2012, den jugendlichen Intensivtäter Carlos (Name geändert) 24 Stunden am Tag zu betreuen. Darin eingeschlossen waren begleitetes Wohnen im Baselbiet, Privatunterricht, Thaiboxtraining und Taschengeld. Der 18-Jährige machte dank des Programms erstaunliche Fortschritte. Doch wegen des Rummels um seine Person hat die Zürcher Oberjugendanwaltschaft das Setting im September abgebrochen. Carlos ist inzwischen gegen seinen Willen im Massnahmenzentrum Uitikon untergebracht.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.