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«Sie war bis zum Schluss nicht einsichtig»

Psychiater Frank Urbaniok hat das strafrechtliche Gutachten über Natalie K. erstellt, die in Flaach ihre beiden Kinder tötete. Er erklärt, wie er sich ein Bild der Frau schuf, mit der er nie gesprochen hatte.

«Bitte kein Giesskannenprinzip bei Gutachten und Therapien»: Frank Urbaniok, Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts (PPD) des Kantons Zürich. (7. Januar 2015) Bild: Urs Jaudas
«Bitte kein Giesskannenprinzip bei Gutachten und Therapien»: Frank Urbaniok, Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts (PPD) des Kantons Zürich. (7. Januar 2015) Bild: Urs Jaudas

Frank Urbaniok, Sie haben ein Gutachten über Natalie K. erstellt. War der Fall Flaach ein nicht zu verhindernder Einzelfall, den man in Kauf nehmen muss?

Wir neigen dazu, Extremfälle sehr zur Kenntnis zu nehmen. Der Horgener Zwillingsmord oder nun der Fall Flaach sind aber absolute Raritäten. Wir müssen das System vor allem auf die häufigen Problemfälle ausrichten, auf jene, die man erkennen kann und etwas unternehmen. Ja, diese Frau war auffällig. Das hat auch die Kesb erkannt. Aber die Kesb hat viele Fälle von Menschen, die komische Geschichten erzählen, es handelt sich oft um angespannte Situationen. Die wenigsten sind potenzielle Mörder.

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