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Sihlsee stösst 40 Tonnen Treibhausgas aus

In Seen entsteht das theoretisch hochexplosive Methan. Besonders grosse Mengen entweichen dem Sihlsee, wie Forscher erkannt haben. Schuld daran ist aber nicht die Natur, sondern der Mensch.

Idylle Sihlsee: Hier entweichen im Frühling grosse Mengen Treibhausgas.
Idylle Sihlsee: Hier entweichen im Frühling grosse Mengen Treibhausgas.
Keystone

Der Grund des Sihlsees besteht aus Moor. Wird dieses abgebaut, entsteht Methan – ein Gas, das 20- bis 30-mal treibhauswirksamer ist als Kohlenstoffdioxid und explosive Gemische bilden kann. In der Vergangenheit ist es in Kohlebergwerken zu Methanexplosionen gekommen.

Jetzt haben Forscher festgestellt, dass der See im Hochtal von Einsiedeln grosse Mengen des Treibhausgases ausstösst, wie die «Zürichsee-Zeitung» heute berichtet. Das eidgenössische Wasserforschungsinstitut Eawag untersuchte den See vergangenen Winter. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass dem Sihlsee innert kurzer Zeit 40 Tonnen des Treibhausgases entweichen. Das entspricht der Menge, die 350 Kühe pro Jahr abgeben.

Dies geschieht vornehmlich im Frühling, wenn das Eis schmilzt. Während den Sommermonaten gibt der See lediglich eine Tonne Methan ab, weil dann ein Grossteil des Gases abgebaut werden kann. Im Winter jedoch sammelt sich das Gas unter der Eisdecke, die Methankonzentration stieg bis zum 100-Fachen an. Sobald das zu schmelzen beginnt, entweicht das Gas in die Atmosphäre.

Schuld daran ist letztlich aber der Mensch. Der Sihlsee wurde für die Energiegewinnung in den 1930er-Jahren künstlich angelegt.

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