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Silvia Steiner reicht Strafanzeige ein

Ein breit gestreutes Flugblatt warnt mit Blick auf die Sterbehilfe, die Wahl der CVP-Regierungsratskandidatin müsse dringend verhindert werden. Diese spricht von einer «Schmierenkampagne».

Rechnet mit negativen Auswirkungen auf ihre Kandidatur: Silvia Steiner an einem Wahlpodium. (4. März 2015)
Rechnet mit negativen Auswirkungen auf ihre Kandidatur: Silvia Steiner an einem Wahlpodium. (4. März 2015)
Keystone

Das Überparteiliche Komitee «Selbstbestimmung am Lebensende» schreibt in einer mehrseitigen Broschüre, CVP-Regierungsratskandidatin Steiner sei eine «Gefahr für die Demokratie und die Selbstbestimmung am Lebensende». Deshalb dürfe sie «auf keinen Fall Regierungsrätin» werden. Die Broschüre ist anonym verfasst und an viele Zürcher Haushaltungen verteilt worden.

Bei Steiner trete unter einer dünnen Kruste immer wieder ein Rechtskatholizismus Churer Prägung hervor, heisst es darin. Die Stimmberechtigten des Kantons Zürich hätten aber am 15. Mai 2011 zwei fundamentalistisch-christliche EDU-Initiativen gegen Sterbehilfe wuchtig bachab geschickt. Den Stimmberechtigen sei das Selbstbestimmungsrecht am Lebensende heilig.

Dignitas-Minelli soll der Urheber sein

Steiner ist erschüttert über die Anschuldigungen. «Dies ist eine Schmierenkampagne, inhaltlich falsch und ehrverletzend», sagte sie zu Radio 1. «Ich habe Strafanzeige erstattet.» Steiner sagte zum TA, die Aussagen seien unzutreffend und ehrverletzend. «Ich war nie gegen Sterbehilfe, aber sie muss in einem würdigen Rahmen verlaufen und die Willensfreiheit des Sterbewilligen immer gewährleistet sein.»

Silvia Steiner im Gespräch mit Radio 1. (16. März 2015)

Dass ihr der Vorwurf gemacht wird, sie sei gegen Selbstbestimmung im Alter, sei besonders verletzend: «Ich lebe mit meinen Eltern zusammen. Mein pflegebedürftiger Vater kann seinem Willen entsprechend zu Hause leben, weil meine Mutter ihn pflegt und ich sie unterstütze.» Die CVP zeigte sich «schockiert und entsetzt über diese Art des Wahlkampfes». Laut der NZZ soll Dignitas-Gründer Ludwig A. Minelli hinter der Aktion stehen.

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