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Skyguide will Drohnen auf den Radar bekommen

Spätestens nach der Beinahekollision mit einer Swiss-Maschine in London ist klar: Die Flugsicherung muss die kleinen Fluggeräte bändigen.

Je nachdem, wo sie fliegt, eine Gefahr: Kameradrohne am Himmel.
Je nachdem, wo sie fliegt, eine Gefahr: Kameradrohne am Himmel.
Christian Beutler, Keystone

Die Flugsicherung Skyguide muss sich weiterentwickeln, um Drohnen von Hobby-Piloten in den Griff zu bekommen. Laut der «NZZ» erarbeitet sie derzeit eine entsprechende Strategie. Dabei geht es ihr einerseits darum, technische Lösungen zu entwickeln, damit die unbemannten kleinen Fluggeräte auf dem Radarschirm angezeigt werden. Andererseits darum, Regeln zu entwickeln, wie man sie in den bestehenden Verkehr im Luftraum einfüge.

«Unsere Strategie sieht vor, dass im unteren unkontrollierten Luftraum ein eigener Rahmen für Drohnen geschaffen wird, in dem sie sich mittels Selbst-Separation, gegenseitigem Erkennen und Geo-Fencing sicher bewegen können», sagt Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa. Dazu arbeite Skyguide mit ihrer Tochter Skysoft und der Industrie eng zusammen. Im kontrollierten Luftraum hingegen, beispielsweise in der Umgebung von Flughäfen, müssten Drohnen wie Flugzeuge in den Verkehrsfluss integriert werden können. «Aber das ist momentan noch Zukunftsmusik.»

Zu spät zum Ausweichen

Auslöser für diese Überlegungen ist die Zunahme von Fällen, in denen Drohnen bemannten Flugzeugen bedrohlich nahe kamen. Laut dem Bericht der NZZ haben Piloten der Skyguide schon verschiedentlich solche unerwünschten Begegnungen gemeldet, manche davon im Endanflug auf den Flughafen Zürich. Beim Bundesamt für Zivilluftfahrt wurden im laufenden Jahr 46 Vorfälle registriert – zwei davon so gravierend, dass die Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) Untersuchungen einleitete. Laut Gesetz gilt fünf Kilometer um einen Flughafen ein absolutes Flugverbot.

Die Sust hat vor Weihnachten auch einen Bericht zu einem Zwischenfall in London publiziert. Dort hatte sich eine Drohne einer Swiss-Maschine aus Zürich mit 87 Passagieren an Bord bis auf 20 Meter genähert, als sich diese im Landeanflug befand. Weil sie von blossem Auge erst spät auszumachen war, hält der Bericht fest: «Bei einem Kollisionskurs wäre ein Ausweichmanöver zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr möglich gewesen.»

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