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So sehen die neuen Uniformen der VBZ aus

Die Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe erhalten neue Arbeitskleidung. Bis es so weit war, mussten einige Hürden genommen werden.

Die VBZ in neuem Look: Die neuen Uniformen erinnern an die Bekleidung von Flugbegleitern.
Die VBZ in neuem Look: Die neuen Uniformen erinnern an die Bekleidung von Flugbegleitern.
Dominique Meienberg

Das klassische Dunkelblau als Grundfarbe ist geblieben, doch ansonsten ist vieles anders: Zu rockigen Beats haben am Montagmorgen im Depot Kalkbreite vier Tramfahrerinnen und Busfahrer ihre neuen Uniformen präsentiert. Auf den ersten Blick erinnern diese an die Bekleidung von Flugbegleitern. Da gibt es Krawatten und Foulards sowohl in Navy- wie auch in Cyanblau; Regenjacken mit integrierten Steppjacken; und Hemden mit Logo am Ärmel und dem Zürich-Wappen auf der Brust.

Eine Visitenkarte

«Denn die VBZ tragen Zürich auf dem Herzen und wollen so eine Verbindung zur Stadt schaffen», sagt Therese Naef, die mit dem Label Milani für das Design zuständig ist. Die Trams und Busse würden wichtige Punkte mit Linien verbinden, so wurden dann auch Linien als zentrale Motive für alle Kleidungsstücke genutzt. Weitere Inspiration hat sich Naef auch bei dem Design des neuen Trams Flexity geholt, das ab 2020 in Zürich unterwegs sein solle.

Dunkelblau als Grundfarbe ist geblieben. Bild: Dominique Meienberg
Dunkelblau als Grundfarbe ist geblieben. Bild: Dominique Meienberg

Die Uniformen seien in erster Linie funktional, aber auch ästhetisch ansprechend und modern, sagte der Direktor der Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich, Guido Schoch, den Gästen. Man habe bei der Auswahl Wert auf den Tragekomfort für die Mitarbeitenden sowie auf vielseitige Kombinationsmöglichkeiten gelegt – von streng bis elegant soll alles möglich sein. Denn: «Unsere Mitarbeitenden sind die Visitenkarte der VBZ.»

Die Uniformen für die rund 1550 Mitarbeitenden haben 13,66 Millionen Franken gekostet. Neu ausgerüstet werden alle, die im Fahrdienst, an Verkaufstellen und im Fundbüro tätig sind. Das Projekt für die Neuuniformierung hat 2015 gestartet, da die alten Uniformen ausgeleiert waren. Ab heute beginnt nun die Auslieferung an die Mitarbeitenden. Im Alltag werden die neuen Dresse ab dem 17. September sichtbar sein.

Steiniger Weg

Erstellt hat sie das Zürcher Unternehmen Image Wear AG, das sich in der öffentlichen Ausschreibung gegen drei Mitbewerber durchgesetzt hat und sich vor allem mit Bekleidungen für Fluggesellschaften etabliert hat. Als wichtigstes Zuschlagskriterium gewichtete die Stadt den Preis, dann in einem zweiten Schritt Design und die Qualität. Das sorgte bei einem unterlegenen Konkurrenten für Unmut. Das Unternehmen gelangte mit einer Beschwerde ans Verwaltungsgericht, dass es zu Unrecht aus dem Submissionsverfahren ausgeschlossen worden wäre.

Das Gericht wies die Beschwerde vollumfänglich ab. Der Vertrag mit Image Wear läuft bis 2022, mit der Option für die VBZ, ihn um weitere drei Jahre zu verlängern.

Beinfreiheit gewährt

Bereits vorab hatten die VBZ angekündigt, dass sie ihrem Fahrpersonal mehr Freiraum eingestehen möchte als früher. Dieser Ankündigung war eine Diskussion um die Hosenlänge der Chauffeure vorangegangen: Als 2017 intern durchsickerte, dass die neuen Uniformen keine kurzen Hosen mehr beinhalten sollen, äusserten Angestellte ihren Unmut in den sozialen Medien. Schliesslich setzte sich auch der VPOD für die Mitarbeiter ein und verlangte, dass diese bei der neuen Einkleidung Mitspracherecht erhalten. Die VBZ gaben daraufhin an, dass sich die Gewerkschaft regelmässig in Treffen zu den Uniformen hätten äussern können. Und so wurden an der heutigen Präsentation zu knielangen Röcken auch eine Kurzhose-Variante für Männer vorgestellt.

Für die heissen Tage gibt es luftigere Kleider. Bild: Dominique Meienberg
Für die heissen Tage gibt es luftigere Kleider. Bild: Dominique Meienberg

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