So will die ständig verspätete SZU pünktlicher werden

Die Züge der SZU sind chronisch unpünktlich. Eine Taskforce hat Massnahmen gegen den Pendler-Ärger beschlossen.

Oftmals verspätet: Die Uetlibergbahn der SZU. (Video: Tamedia mit Material der SDA)

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«Pendlerman», neues Rollmaterial und Anpassungen im Fahrplan: Die Sihltal-Zürich-Uetliberg-Bahn (SZU) will wieder pünktlicher werden. Ein Massnahmenkatalog soll ihr dabei helfen.

Die im Jahr 2016 gegründete «Taskforce Pünktlichkeit» habe die möglichen Verspätungsursachen analysiert und verschiedene Lösungsansätze geprüft, teilte die SZU heute Montag mit. Dabei hat sich gezeigt, dass die Zunahme an Passagieren starke Auswirkungen auf den Fahrplan hat. Dies macht sich laut SZU besonders bei den Zügen der Uetlibergbahn S10 bemerkbar. Dort hat die Zahl der Passagiere seit der Jahrtausendwende um mehr als 70 Prozent zugenommen, was zu längeren Aus- und Einsteigezeiten führt.

Setzt auf technische Investitionen: Die SZU will neues Rollmaterial kaufen. (Bild: Samuel Schaich)

Vor allem zur Hauptverkehrszeit sorgt dies für Verspätungen, die sich ansammeln und auf andere Züge übertragen: Sie müssen sich vor einspurigen Streckenabschnitten gegenseitig abwarten, und der eng getaktete Fahrplan kann daher zum Teil nicht mehr eingehalten werden.

Neuer Spurwechsel geplant

Ein Massnahmenkatalog soll nun gezielt die Pünktlichkeit verbessern. Dazu gehören unter anderem technische Investitionen: Im Jahr 2022 wird der Strom der Uetlibergbahn S10 von Gleich- auf Wechselstrom geändert. Zudem soll ein zusätzlicher Spurwechsel geschaffen und neues Rollmaterial gekauft werden.

Alles zusammen ermögliche eine flexiblere Nutzung «und somit weniger Abhängigkeit auf der Strecke zwischen Zürich HB und Giesshübel». Die SZU habe die Finanzierung der Investitionen beim Zürcher Verkehrsverbund und beim Bundesamt für Verkehr angemeldet.

Dazu kommen kleine Anpassungen im Fahrplan, die ab dem 10. Dezember gelten. So wird die Uetlibergbahn S10 an den Stationen Uetliberg und Triemli jeweils eine Minute früher abfahren. Das soll dem Fahrplan zusätzliche Stabilität verleihen.

«Pendlerman» zeigt, wie pendeln richtig geht

Die SZU startet ausserdem per sofort die Aufklärungskampagne «Pendlerman». Damit soll den Passagieren aufgezeigt werden, wie sie selber zu einer besseren Pünktlichkeit beitragen können.

Dazu gehört beispielsweise das schnelle Ein- und Aussteigen, dass sich die Passagiere auf dem Perron verteilen oder den aussteigenden Personen genügend Platz lassen. Der «Pendlerman» soll auf Plakaten an stark frequentierten Stationen und in Zügen eingesetzt werden. (sda)

Erstellt: 04.12.2017, 13:05 Uhr

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