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Sozialhilfe kostet Gemeinden mehr

Die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes treibt viele Ausgesteuerte aufs Sozialamt ihrer Wohngemeinde. Die Kommunen am linken Ufer klagen über die zusätzlichen Kosten.

Wartende beim RAV: Auch wer ausgesteuert ist, darf die Leistungen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren noch nutzen.
Wartende beim RAV: Auch wer ausgesteuert ist, darf die Leistungen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren noch nutzen.
Keystone

Etwa 200 Arbeitslose werden am morgigen 1. April im Bezirk Horgen ihren Anspruch auf Taggelder verlieren: 20 bis 30 Betroffene in Horgen und Thalwil, vielleicht einige mehr in der grössten Bezirksgemeinde Wädenswil.

Statistisch betrachtet, wird die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Horgen damit sinken. Auf der anderen Seite provoziert das revidierte Arbeitslosenversicherungsgesetz (Avig) menschliche Tragödien. Abgeschoben, von der Gesellschaft nicht mehr gebraucht – und finanziell auf der Kippe. Erfahrungen zeigen, dass 10 bis 15 Prozent der Ausgesteuerten zu Sozialfällen werden. Und damit in den Schoss der Gemeinden fallen. Diese sind dafür verantwortlich, Sozialhilfe zu leisten und Ausgesteuerte zu betreuen.

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