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Später zur Schule, um die S-Bahn zu entlasten

Schüler sollen ausschlafen, statt in der Stosszeit Züge zu verstopfen. Das fordert ein SP-Politiker. Fachleute reden von einer «Scheinlösung».

Späterer Unterricht soll Abhilfe zu Stosszeiten schaffen: Pendler am Zürcher Hauptbahnhof.
Späterer Unterricht soll Abhilfe zu Stosszeiten schaffen: Pendler am Zürcher Hauptbahnhof.
Keystone

Wer morgens um 7 Uhr zur Arbeit fährt, weiss, wie voll die Züge sind – vor allem auf den Linien S 5 und S 12. Und um diese Zeit ist ein beträchtlicher Teil der Fahrgäste Mittel- und Berufsschüler. SP-Kantonsrat Marcel Burlet schlägt nun in einer parlamentarischen Anfrage vor, den Schulbeginn von 7.30 auf 9 Uhr zu verschieben. Nur noch in Polen müssten die Jugendlichen so früh zur Schule wie in der Schweiz. In Deutschland beginne der Unterricht um 8 Uhr und in den anderen europäischen Ländern gar erst um 9 Uhr. Für Burlet könnten so nicht nur die Engpässe auf dem S-Bahn-Netz behoben, sondern auch noch das Problem der übermüdeten Schüler gelöst werden. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass die innere Uhr von Jugendlichen anders ticke als jene von Kindern und älteren Menschen. Im Unterschied zu ihnen könnten Junge nicht so früh einschlafen, müssten aber morgens länger liegen bleiben.

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