Spielhallenboom in der Zürcher Agglo

Jetzt soll auch in Regensdorf ein gedeckter Bezahl-Spielplatz im Industriequartier aufgehen. Und wieder muss der Betreiber sein Angebot rechtfertigen.

Sie scheinen zufrieden: Kinder in der Spielhalle Starbie in Dietikon, die 2004 den Anfang gemacht hat. Bild: TA

Sie scheinen zufrieden: Kinder in der Spielhalle Starbie in Dietikon, die 2004 den Anfang gemacht hat. Bild: TA

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Der Spielplatz war gestern, heute geht man mit den Kindern in die Spielhalle. Zumindest in der Agglomeration um Zürich scheint sich dieses Modell zu bewähren. 13 Jahre nachdem in Dietikon die erste dieser Anlagen in Betrieb ging, soll es nun auch in Regensdorf eine geben, wie der «Zürcher Unterländer» berichtet.

Auch diese wird sich in einem Industrieareal befinden. Die Familien, die künftig dorthin pilgern, erwartet ein grosses Angebot an Spielgeräten wie Trampolins, Rutschbahnen und eine Gokartbahn. Der Eintritt soll laut dem Unternehmer Andreas Barthel 16 Franken für Kinder betragen und 6 Franken für Erwachsene. Das liegt etwa im Rahmen anderer vergleichbarer Anlagen. Barthel würde die Spielhalle, die Dinos Kinderparadies heissen soll, am liebsten schon im Sommer eröffnen. Noch fehlt aber die Baubewilligung.

Alternative oder Ersatz?

Den Anfang des Spielhallentrends machte 2004 das Starbie in Dietikon. In unmittelbarer Nähe ging später auch das Trampolino auf, laut Eigenwerbung das «grösste Kinderparadies der Schweiz». Hinzu kommen das Spielzänti in Volketswil, das Formel Fun in Bülach und das derzeit geschlossene Wunderland in Winterthur. Die Hallen sehen alle ähnlich aus: knallbunte Plastikwelten zum Rumhüpfen, Klettern und Rutschen, mit Hüpfburgen und meist mit Elektroautos für die Kleinen als besonderes Highlight.

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Barthel rechtfertigt das Angebot im «Zürcher Unterländer» ganz ähnlich wie einst schon der Dietiker Pionier Michel Hangartner: Klar könne man auch nach draussen gehen oder ein Gesellschaftsspiel spielen, aber «irgendwann gehen einem die Ideen aus». Zudem würden sich die Kinder in der Spielhalle bewegen und lernen, miteinander umzugehen. Das sei eine gute Sache. Auch Hangartner sagte seinerzeit, als er das Starbie eröffnete: «Natürlich ist es toll, wenn Eltern mit ihren Kindern in den Wald gehen – nur sehe ich diese im Wald kaum.» (hub)

Erstellt: 30.05.2017, 09:54 Uhr

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