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Missverständnisse im Gebärsaal

Fremdsprachige Schwangere wissen oft nicht, was der Arzt mit ihnen macht. Das hat fatale Folgen – bis zur ungewollten Abtreibung.

Kaiserschnitt, Abtreibung, Unterbindung: Viele fremdsprachige Frauen verstehen die Eingriffe nicht. Foto: Javier Valenzuela (Getty)
Kaiserschnitt, Abtreibung, Unterbindung: Viele fremdsprachige Frauen verstehen die Eingriffe nicht. Foto: Javier Valenzuela (Getty)

Die schwangere Eritreerin steht weinend in der Notaufnahme. Sie hat Schmerzen und starke Blutungen. Die Frage der Ärztin, ob sie eine medikamentöse Abtreibung vorgenommen habe, verneint sie empört: «Ich will das Kind.» Tatsächlich war die Frau beim Gynäkologen, der ihr die Abtreibungspille Mifegyne verschrieben hat. Sie unterschrieb gar eine Zustimmung zum Schwangerschaftsabbruch. Nur: Die Frau, die kaum Deutsch spricht, hat weder den Inhalt des Schreibens verstanden, noch begriffen, wofür ihr der Arzt die Pillen gab. Sie weiss nur, es gab Komplikationen, und glaubt, mit den Tabletten könne sie ihr Ungeborenes retten.

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