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Staatsanwaltschaft eröffnet Verfahren gegen Mörgeli

Christoph Mörgeli soll Namen aus einer geheimen Liste der Universität veröffentlicht haben. Deshalb hat der SVP-Nationalrat nun die Justiz am Hals. Daneben laufen noch zwei weitere Verfahren in der Causa Mörgeli.

Klagt an, gerät nun aber selbst ins Visier der Justiz: Christoph Mörgeli.
Klagt an, gerät nun aber selbst ins Visier der Justiz: Christoph Mörgeli.
Walter Bieri/Keystone

Die Abteilung Besondere Untersuchungen der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich hat ein Verfahren gegen Christoph Mörgeli wegen Verdachts auf Amtsgeheimnisverletzung eröffnet, meldet die «SonntagsZeitung» und zitiert den Leitenden Staatsanwalt Hans Maurer: «Wir prüfen derzeit den Tatbestand.»

Mörgeli hatte an einer Pressekonferenz vorletzte Woche die Namen der Mitglieder einer internationalen Kommission veröffentlicht, welche seine Objektsammlung im Museum des Medizinhistorischen Instituts beurteilt hat. Die Uni ist jedoch der Meinung, die Namensliste sei geheim, weshalb sie die Staatsanwaltschaft in einem Mail informiert hat. Die Justiz muss von Amtes wegen ermitteln, wenn eine Amtsgeheimnisverletzung ruchbar wird.

Umfassende Computeranalysen

Gleichzeitig und separat läuft seit letztem Jahr das Verfahren gegen eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter der Universität, welche verdächtigt werden, denselben Bericht an den «Tages-Anzeiger» weitergeleitet zu haben. Die beiden waren im November in Haft genommen und wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Sie sind derzeit von der Uni freigestellt.

Ein drittes Verfahren, das ans zweite gekoppelt ist, läuft ebenfalls weiter. Es geht dabei um eine weitere mutmassliche Amtsgeheimnisverletzung. So hatte der «Sonntag» fünf Tage vor der offiziellen Mitteilung gemeldet, Mörgeli werde von der Universität entlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber nur ein kleiner Kreis davon Kenntnis. Zu den beiden letztgenannten Verfahren hat die Staatsanwaltschaft I umfassende Computerauswertungen im Umfeld der Universität gemacht. Die Resultate sind noch nicht publik.

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