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Im Limmattaltram müssen die meisten Passagiere stehen

Leiser und rasanter als die Cobra sowie mit noch mehr Stehplätzen ausgestattet: So kommen die acht neuen Kompositionen für die Limmattalbahn daher.

Lorenzo Petrò
Das neue Tram in neutralem Weiss: Welche Farbe die neue Limmattalbhan tatsächlich bekommt, wird erst 2019 bestimmt.
Das neue Tram in neutralem Weiss: Welche Farbe die neue Limmattalbhan tatsächlich bekommt, wird erst 2019 bestimmt.
ZVG

Die Kantone Zürich und Aargau haben sich gestern auf den Hersteller für die Trams der Limmattalbahn geeinigt. Die acht Niederflur-Kompositionen für je 5,4 Millionen Franken stellt die Stadler Rail AG des Thurgauer Unternehmers Peter Spuhler her. Sie sollen in einem Werk im spanischen Valencia fabriziert werden und ab 2022 Zürich-Altstetten, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen AG verbinden.

Das Tram werde auf der 13,4 Kilometer lange Strecke 27 Haltestellen anfahren, es werde sehr viele Fahrgastwechsel geben, sagt Erwin Rosenast, Kommunikationsleiter des Verwaltungsrats der Aargau Verkehr AG (AVA) in der «Limmattaler Zeitung». Deshalb sind von den 260 Plätzen 172 - also mehr als die Hälfte - als Stehplätze vorgesehen.

Für «Tramlink» von Stadler hat man sich nach einer öffentlichen Ausschreibung zusammen mit der Baselland Transport AG (BLT) entschieden. Dank der gemeinsame Beschaffung könne in Betrieb und Unterhalt über 4,2 Millionen Franken eingespart werden, so Rosenast.

20 km/h schneller als die Cobra

Das Gefährt ist vollklimatisiert und verfügt über ein integriertes Fahrgastinformationssystem. Es kann theoretisch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern fahren, 20 mehr als die Cobra. Die Power wird aber allenfalls beim Beschleunigen spürbar, denn die Limmattalbahn wird je nach Streckenabschnitt mit maximal 60 Stundenkilometer unterwegs sein, analog der Glattalbahn. Im Gegensatz zur Cobra verfügen die neue Limmattaler Fahrzeuge über Türen auf beiden Seiten. «So können wir alle Haltestellen auf der Strecke optimal bedienen», sagt Rosenast zur Limmattaler Zeitung.

Details wie die Innenausstattung und die Aussenfarbe sind noch nicht festgelegt. Die Bestellerkantone Zürich und Aargau würden zusammen mit den Standortgemeinden in den Entscheid einbezogen, verspricht Roenast. Es bleibt dafür noch ein Jahr Zeit, im Herbst 2019 ist die definitive Bestellung vorgesehen.

Das Tram im österreichischen Gmunden:

(Bild: Stadler Rail)

Wer das neue Tram bereits heute im Einsatz erleben will, kann das in Gmunden im Oberösterreichischen Salzkammergut tun. Dort verkehrt «Tramlink» als «Traunseetram» für die Stern und Hafferl Verkehrsgesellschaft. In der Schweiz wird der Tramtyp ab 2020 bei der Ferrovie Luganesi SA in Lugano eingesetzt werden.

Das künftige Tram in Lugano:

(Bild: Stadler Rail)

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