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Steuerhölle Opfikon: Steuern steigen in zwei Jahren um 18 Prozent

Die Krise im Finanzmarkt trifft die Steuerzahler in Opfikon hart. 2009 sollen sie 10 Prozent mehr zahlen – nachdem die Steuern im laufenden Jahr bereits um 8 Prozent gestiegen sind.

Hiobsbotschaft für die Einwohner von Opfikon: Wie der Stadtrat mitteilte, sei eine Erhöhung der Steuern um 10 Prozent zwingend. Andernfalls drohe ein Loch von 18 Millionen Franken. Damit soll die Steuerlast innert zwei Jahren um 18 Prozent steigen. Um die Schuldenbremse zu ziehen, wurde der Steuersatz bereits 2008 um 8 Prozentpunkte auf 96 Prozent angehoben. Mit dem Budget für 2009 soll er 106 Prozent betragen.

Als Grund für den massiven Anstieg gibt der Stadtrat die weltweite Finanzmarktkrise an. Als Folge davon sind grosse Ertragseinbrüche bei den aktiven Steuerausscheidungen zu erwarten.

Die vielen Zuzüger bringen wenig

Dank der ausserordentlich starken Zunahme der Einwohnerzahl im neuen Stadtteil Glattpark sowie der «noch insgesamt als gut eingeschätzten Wirtschaftslage» resultiere bei den ordentlichen Steuern ein Mehrertrag. Den Ertragsausfall könne er allerdings nur zu einem Drittel wettmachen.

Der Stadtrat rechnet im Budget 2009 bei 105,6 Millionen Franken Aufwand und 106,2 Millionen Franken Ertrag mit einem Ertragsüberschuss von 625 000 Franken.

«Dramatischer Vermögensabbau»

In den letzten fünf Jahren habe Opfikon mit Ausnahme des Jahres 2005 «einen völlig ungenügenden Cashflow» von insgesamt 15 Millionen Franken erzielt (Ergebnis vor Abschreibungen). Gleichzeitig seien 61 Millionen Franken investiert worden.

Dies habe zu einem «dramatischen Vermögensabbau» geführt, schreibt der Stadtrat. Die Nettoschuld sei Ende 2007 auf 5 Millionen Franken abgesunken. Als schwach zu beurteilen sei die Vermögenssituation schon heute, nach einem Wirtschaftsboom und bevor die Finanzmarktkrise spürbar wurde.

Zur Liquiditätsbeschaffung plant der Stadtrat umfassende Liegenschaftenverkäufe. Damit und dank ausserordentlicher Grundstückgewinnsteuererträge könnten gemäss Prognose in den Jahren 2008 bis 2012 Cash-flows von insgesamt 41 Millionen Franken erzielt werden. Dies genüge aber noch nicht, um die geplanten Nettoinvestitionen von 55 Millionen Franken zu decken.

SDA/ep

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