Zum Hauptinhalt springen

Störung zwischen Zürich–Chur behoben

Wegen einer Zugentgleisung war die Strecke zwischen Zürich und Chur unterbrochen. Es kam zu Zugausfällen und Verspätungen.

Chaos im Pendlerverkehr: Bahnstrecke Zürich-Chur ist unterbrochen. (Video: Leserreporter/Tamedia)

Zwischen Au und Wädenswil am Zürichsee ist am frühen Mittwochmorgen ein Bauzug entgleist. Verletzt wurde niemand. Die Strecke zwischen Zürich und Chur musste aber für mehrere Stunden unterbrochen werden. Tausende Pendler waren betroffen. Die Ursache für die Entgleisung ist noch unklar.

Der Unfall passierte kurz vor 6 Uhr beim Bahnhof Wädenswil. Ein Wagen mit Schottersteinen, die für Gleisarbeiten benötigt wurden, sprang gleich mit mehreren Achsen aus den Schienen.

Die Strecke zwischen Chur und Zürich, auf der jeden Tag Tausende von Pendlern verkehren, musste deshalb bis 11 Uhr gesperrt werden. Viele Züge fielen aus oder mussten umgeleitet werden.

Unfall auf Weiche

Pendlerinnen und Pendler drängten sich in Ersatzbusse und Zürichsee-Schiffe oder mussten mit dem Zug einen grösseren Umweg in Kauf nehmen. Viele von ihnen kamen zu spät zur Arbeit.

Weshalb der Bauzug entgleiste, ist gemäss Angaben der SBB noch unklar. Der Unfall sei genau bei einer Weiche passiert, hiess es dort auf Anfrage der sda. Man werde nun untersuchen, ob diese für den Vorfall verantwortlich sei.

Auch die Schweizerische Sicherheits-Untersuchungsstelle SUST wird eine Abklärung starten. Wie gross der Sachschaden ist, steht ebenfalls noch nicht fest.

Endstation am Bahnhof Wädenswil: Am frühen Mittwoch Morgen ist zwischen Wädenswil und Au der Zugverkehr unterbrochen (6. September 2017).
Endstation am Bahnhof Wädenswil: Am frühen Mittwoch Morgen ist zwischen Wädenswil und Au der Zugverkehr unterbrochen (6. September 2017).
Reto Oeschger
Schienen blockiert: Ein Schotterwagen ist aus den Schienen gesprungen und blockiert den gesamten Zugsverkehr zwischen Zürich und Chur (6. September 2017).
Schienen blockiert: Ein Schotterwagen ist aus den Schienen gesprungen und blockiert den gesamten Zugsverkehr zwischen Zürich und Chur (6. September 2017).
Reto Oeschger
Auf den Anzeigetafeln wurden die Verbindungen zwischenzeitlich noch normal angezeigt, sehr zum Ärger eines Leserreporters.
Auf den Anzeigetafeln wurden die Verbindungen zwischenzeitlich noch normal angezeigt, sehr zum Ärger eines Leserreporters.
Leserreporter
1 / 10

Ein Leserreporter berichtete, dass in Wädenswil Hunderte Pendler festsassen und dass «gar nichts mehr» gehe. Ein einziger Ersatzbus sei geschickt worden. Der sei aber so überfüllt gewesen, dass die Türen kaum noch zu gingen. «Ich komme mindestens eine, wenn nicht zwei Stunden zu spät zur Arbeit. Es ist wirklich mühsam.»

Laut einem Reporter vor Ort wurde Pendlern, die nach Chur und weiter mussten, die Reise via St.Gallen empfohlen. Viele hätten entspannt reagiert, auch wenn sie dadurch eine Stunde mehr Reisezeit auf sich nehmen mussten.

Wer ein näheres Ziel wie Sargans hatte, wurde auf die S5 über das Zürich Oberland verwiesen. Dies aus Kapazitätsgründen, da die Zahl der Ersatzbusse beschränkt war. Bereits gelöste Tickets waren auf den Umleitungsstrecken gültig.

Im Juli bereits eine Entgleisung

Im Raum Wädenswil hatte sich Mitte Juli bereits eine andere Entgleisung ereignet. Damals war in den frühen Morgenstunden ein Bauzug in einen Gleisbagger gefahren. Dabei war ein Bauarbeiter leicht verletzt worden.

Die betroffene Linie der Südostbahn von Wädenswil nach Einsiedeln blieb mehrere Tage gesperrt. Der Bauzug hatte den Bagger nach der Kollision mehrere hundert Meter vor sich hergeschoben und dabei Fahrleitungen heruntergerissen, Geleise und Einrichtungen beschädigt.

SDA/chk/kaf

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch