Stromausfall im Gefängnis

Die Justizvollzugsanstalt Pöschwies musste heute für über eineinhalb Stunden auf Notstrombetrieb umschalten. Die Türen liessen sich nicht mehr automatisch schliessen.

Hier herrschte heute Ausnahmezustand: Der Eingang zur Strafanstalt Pöschwies keinen Strom.

Hier herrschte heute Ausnahmezustand: Der Eingang zur Strafanstalt Pöschwies keinen Strom. Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Warum heute Morgen in der Vollzugsanstalt in Regensdorf der Strom ausgefallen ist, wird in Zusammenarbeit mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) abgeklärt. Zum jetzigen Zeitpunkt sei davon auszugehen, dass die Ursache für die Aktivierung des Notstrombetriebs ausserhalb der Mauern der Pöschwies liegt.

Der Stromausfall dauerte von kurz nach 8 Uhr bis etwa 9.40 Uhr, wie das Amt für Justizvollzug mitteilt. Inzwischen ist die normale Stromzufuhr wieder gewährleistet. Die Sicherheit der Justizvollzugsanstalt Pöschwies sei jederzeit gewährleistet gewesen. Der Betrieb sei aber beeinträchtigt gewesen, weil die Türen manuell geöffnet und geschlossen werden mussten, wie eine Sprecherin sagt.

Gefangene mussten zurück in die Zellen

Während des Notstrombetriebs waren die Gefangenen in ihren Zellen eingeschlossen. Sie konnten also während dieser Zeit nicht arbeiten. Normalerweise herrscht in der Pöschwies Arbeitspflicht. Alle Gefangenenbesuche wurden für heute Freitag abgesagt. Die Häftlinge haben im Prinzip wöchentlich Anrecht auf einen einstündigen Besuch mit maximal vier Besuchern auf einmal. Sie können die Stunden auch ansammeln und alle zwei Wochen zwei Stunden haben.

(hoh)

Erstellt: 19.10.2018, 13:35 Uhr

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