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Subventionierte Hauswirtschaftskurse sind Geschichte

50,2 Prozent sagten Ja: Die Goldküstengemeinden spielten bei der Vorlage über die Aufhebung der hauswirtschaftlichen Kurse das Zünglein an der Waage.

Die Abstimmung über die Aufhebung der hauswirtschaftlichen Kurse endete mit einem Fotofinish. Lange Zeit lagen die Befürworter voraus: Vor der Auszählung des Bezirks Zürich sagten 51,2 Prozent der Stimmbürger Ja zur Vorlage. Weil die Stadtzürcher aber mehrheitlich ein Nein zur Aufhebung des Gesetzes in die Urne legten, kippten sie das Resultat: Die Befürworter der hauswirtschaftlichen Fortbildung und Gegner der Vorlage hatten somit mit 50,2 Prozent die Nase vorn – aber nur bis der letzte Bezirk ausgezählt war.

Lange liess der Bezirk Meilen auf seine Ergebnisse warten. Die Goldküstengemeinden bestimmten schliesslich den Ausgang der Abstimmung und besiegelten das Schicksal der subventionierten Kurse. Das Stimmvolk hat die Vorlage mit 50,2 Prozent Ja-Stimmenanteil angenommen. Künftig wird der Kanton die 1800 Kurse in Ernährung, Kleidung, Erziehung und Staatsrecht nicht mehr finanziell unterstützen. Er tat dies bisher mit rund 1,3 Millionen Franken. Das Gesetz schrieb den Gemeinden vor, diese Kurse anzubieten. Rund 22'000 Personen nutzten das Angebot.

Bezirke Affoltern und Andelfingen sagen Ja

Der Bezirk Affoltern nahm die Vorlage mit 50,74 Prozent an und sprach sich damit gegen die Finanzierung der hauswirtschaftlichen Fortbildung durch den Kanton aus. 4043 lehnten die Aufhebung des Gesetzes ab, 4165 stimmten ihr zu.

Im Bezirk Andelfingen fiel das Resultat ebenso knapp aus: 2868 Stimmberechtigte sprachen sich für die Vorlage aus. 2772 sagten Nein zur Aufhebung des Gesetzes.

Landgebiete und Zürich wehren sich für die Kurse

Entgegen dem erwarteten Trend befürworteten die Stimmbürger im Bezirk Uster die umstrittenen Kurse. 9444 Ja-Stimmen erhoben die Stimmbüros, 9821 Nein-Stimmen gingen ein. In den beiden anderen Oberländer Bezirken, Hinwil und Pfäffikon, legten die Mehrheit der Stimmberechtigten ebenfalls ein Nein in die Urne.

Das Resultat im Bezirk Winterthur könnte das Bild des Kantons nicht besser widerspiegeln: Lediglich 40 Stimmen trennen das Ja- vom Nein-Resultat. Der Bezirk nimmt damit die Vorlage an.

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