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Surfwelle in Regensdorf rollt ins Ziel

In weniger als 50 Tagen hat der Verein, der in Regensdorf einen Surfpark bauen will, 100’000 Franken gesammelt.

Die geplante künstliche Lagune: Ein Unterwasserpflug unter dem Pier in der Poolmitte erzeugt Surfwellen.
Die geplante künstliche Lagune: Ein Unterwasserpflug unter dem Pier in der Poolmitte erzeugt Surfwellen.
Visualisierung Aero Architekten/Verein Waveup
Visionen des neuen Surfparks: So möchte der Verein Waveup die Surf-Oase gestalten.
Visionen des neuen Surfparks: So möchte der Verein Waveup die Surf-Oase gestalten.
Waveup
Die Suche nach der perfekten Welle: Profisurfer Greg Long (USA) 2007 vor der Küste Südafrikas.
Die Suche nach der perfekten Welle: Profisurfer Greg Long (USA) 2007 vor der Küste Südafrikas.
Keystone
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Eigentlich dauert das Crowdfunding noch einige Tage, aber bereits jetzt hat der Verein Waveup Grund zum Feiern. Er hat genügend Spender gefunden, die von der Idee, in Regensdorf einen Surfpark mit Wellenpool zu errichten, überzeugt sind. Über 650 Personen haben in den vergangenen rund 40 Tagen über 107’000 Franken gespendet, das Ziel waren 100’000 Franken.

Im Juni hat der Verein sein Projekt in Regensdorf den Medien präsentiert: Im Zentrum steht ein 250 Meter langer und 80 Meter breiter Wellenpool – ein künstlich errichteter See, in dem ein Generator Surfwellen erzeugt. Diese lassen sich in Höhe und Frequenz je nach Bedarf anpassen. Auf diese Weise können sowohl Profis als auch Anfänger die Anlage nutzen. Versorgt würde der künstliche Pool ausschliesslich mit erneuerbarer Energie.

Mehr als nur eine Welle

Neben der Welle sollen auf dem acht Hektaren grossen Areal aber auch ein Pumptrack für Bikes, eine Anlage für Skateboarder, ein Barfussweg, ein botanischer Garten, ein Biotop, ein Spielplatz und sogar ein Streichelzoo entstehen. Vom vielseitigen Angebot, das der Verein plant, liess sich auch der Regensdorfer Gemeindepräsident Max Walter überzeugen: «Für die Bevölkerung wäre der Park ein Gewinn. Es würde eine Naherholungszone gleich vor der Tür für alle Altersgruppen entstehen», sagt er.

Seit gut vier Jahren arbeiten die Vereinsmitglieder in ihrer Freizeit an der Idee eines Surfparks. 26 mögliche Standorte in der Schweiz haben sie gemäss Vereinspräsident Pascal Brotzer bereits geprüft – einer davon in der Allmend Brunau. Nun sind sie in Regensdorf fündig geworden.

Das Vorhaben braucht auch die Unterstützung von Politik und Bevölkerung. Um bei der Umsetzung zu helfen, wurde das Gebiet, auf dem der Surfpark entstehen soll, im regionalen Richtplan Furttal neu als Erholungszone markiert. Anfang 2018 soll das Bauprojekt dem Kanton zur Bewilligung vorgelegt werden, im Herbst 2018 entscheidet die Gemeindeversammlung von Regensdorf über die revidierte Bau- und Zonenordnung. «Vom Kanton erhalten wir viel Unterstützung. Nun ist es uns wichtig, auch der Bevölkerung die Vorzüge des Projekts näherzubringen. Wir wollen ihr zeigen, dass hier nicht eine Partyzone für Surfer entsteht, sondern ein Park für alle», sagt Walter.

Das Geld, das der Verein mit dem Crowdfunding gesammelt hat, wird nun für die weitere Planung und Detailarbeit benötigt. Zum Beispiel muss ein Verkehrskonzept ausgearbeitet werden. Beim bestehenden Sportzentrum ist bereits eine neue Bushaltestelle geplant, mit welcher der Park an den öffentlichen Verkehr angebunden sein wird. «Den Bau der Anlage wollen wir mit Sponsoren und Investoren finanzieren», sagte der Vereinspräsident. Geplant wäre eine Eröffnung 2020. Das erste Zwischenziel hat der Verein nun erfolgreich erreicht – vorzeitig.

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