Zum Hauptinhalt springen

Swiss will Lösung des Fluglärmstreits bis Ende Jahr

Swiss-Chef Harry Hohmeister erwartet, dass die Verhandlungspartner aufeinander zugehen.

«Fast ein Fünftel der Passagiere aus Baden-Württemberg steigen in Kloten ein»: Swiss-Chef Harry Hohmeister.
«Fast ein Fünftel der Passagiere aus Baden-Württemberg steigen in Kloten ein»: Swiss-Chef Harry Hohmeister.
Gesa Lüchinger

Die deutsche Seite dürfe die Flugbewegungen nicht per Verfügung senken, sagte Hohmeister gestern Donnerstag am Rande einer Medienkonferenz am Flughafen Zürich. «Eine einseitige Beschränkung ist vollständig unangemessen.»

Vielmehr müsse sich Deutschland im Klaren sein, dass auch viele deutsche Fluglinien Zürich ansteuerten. Zudem steige fast ein Fünftel der Passagiere aus der Region Baden-Württemberg in Kloten ein. «Es besteht daher ein gewisses deutsches Interesse, die Funktionsfähigkeit des Zürcher Flughafens aufrecht zu erhalten.»

Beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) geht man davon aus, dass bis Ende Jahr mindestens Eckwerte für eine vertragliche Lösung vereinbart sind, wie BAZL-Sprecher Anton Kohler sagte.

Weniger Anflüge über Deutschland

Zu den strittigen Punkten zwischen der Schweiz und Deutschland zählen nach wie vor die Anflüge nach Zürich über deutsches Gebiet. Die Deutschen möchten diese Zahl reduzieren.

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe wird weiterhin nach Lösungen gesucht. Diese wird von BAZL-Direktor Peter Müller sowie Gerold Reichle, dem Chef der Abteilung Luft- und Raumfahrt im deutschen Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geleitet.

Der Schweizer Delegation gehören auch Vertreter des Kantons Zürich und der Flughafen Zürich AG an. Auf deutscher Seite nehmen Vertreter des Landes Baden-Württemberg und des Landkreises Waldshut an den Verhandlungen teil.

SDA/jcu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch