Länger warten auf die «Wunderbrücke»

Die Baubewilligung ist da, die Stadt Winterthur beteiligt sich an den Kosten, doch die geplante spektakuläre Plattform im Technorama soll nun doch erst 2020 bereitstehen.

Laufsteg über den Bäumen: So soll die 130 Meter lange «Wunderbrücke» im Technorama-Park nach dem Umbau aussehen.

Laufsteg über den Bäumen: So soll die 130 Meter lange «Wunderbrücke» im Technorama-Park nach dem Umbau aussehen. Bild: PD

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Es sind ehrgeizige Ausbaupläne: Das Swiss Science Center Technorama am Stadtrand bei Oberwinterthur will seinen Park für 15 Millionen Franken neu gestalten.

Als spezielle Attraktion und Blickfang ist eine 130 Meter lange und 17 Meter hohe Plattform geplant, die sogenannte Wunderbrücke. Daneben sollen künftig auf einer Gesamtfläche von 15 000 Quadratmetern Phänomene gezeigt werden, die Raum, Höhe oder den Bezug zur natürlichen Umwelt benötigen und darum in Innenräumen nicht möglich sind. Das Projekt will das Technorama durch Spenden und eigene Mittel finanzieren.

Hoffen auf private Spender

Bei der Präsentation des Projekts vor genau einem Jahr hatte das Technorama den Baubeginn auf 2017 terminiert, im April 2019 sollte die Eröffnung gefeiert werden. Doch dieser Fahrplan erweist sich jetzt als zu ehrgeizig. «Der Baubeginn ist für Ende 2018 geplant, die Eröffnung des Parks ist im Sommer 2020 vorgesehen», sagt Technorama-Sprecher Roy Schedler auf Anfrage. Die Koordination der Gesuche für den Lotteriefonds und die Stadt Winterthur habe mehr Zeit benötigt als geplant.

Die Stadt Winterthur hat das Baugesuch inzwischen bewilligt, und Rekurse sind keine eingegangen. Doch die 15 Millionen Franken für die Neugestaltung des Parks und den Bau der markanten Wunderbrücke sind noch nicht beisammen. Schedler zeigt sich aber zuversichtlich, «dass wir die Finanzierung bis Ende 2017 sichern können.» Man sei auf den drei Teilmärkten Privatspender, Stiftungen und Öffentliche Hand aktiv. «Erste substantielle Zusagen – neben der Stadt Winterthur – liegen bereits vor.»

Tatsächlich will sich die Stadt Winterthur mit 1,1 Millionen Franken am neuen Technorama-Park beteiligen - verteilt über die Jahre 2017 bis 2020, wie sie heute Donnerstag mitteilte. Als nächstes muss der Grosse Gemeinderat über den Kredit befinden. Daneben hofft das Technorama insbesondere auch auf einen namhaften Beitrag aus dem kantonalen Lotteriefonds.

Ziel: Schönwetterdestination

Das Technorama wurde 1982 eröffnet. Mittlerweile ist die Infrastruktur im Park veraltet. Mit der Neugestaltung soll auch die Attraktivität des Technoramas als Schönwetterdestination erhöht werden. Bisher ist es vor allem bei schlechtem Wetter ein beliebtes Ausflugsziel.

Erstellt: 14.07.2016, 11:02 Uhr

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