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TeleZüri-Chef rechtfertigt Auftritt von Alfred Heer

Markus Gilli widerspricht der Zürcher Staatsanwaltschaft: Alfred Heer sei als Politiker und nicht als Privatperson in die Sendung von TeleZüri eingeladen gewesen.

Heer diskutiere als «Funktionsträger», nicht als Privatperson: Markus Gilli, Chefredaktor und Moderator von TeleZüri. (22. Januar 2008)
Heer diskutiere als «Funktionsträger», nicht als Privatperson: Markus Gilli, Chefredaktor und Moderator von TeleZüri. (22. Januar 2008)
Keystone

Die Immunitätskommission des Nationalrats wird am 13. November über die Aufhebung der Immunität von SVP-Nationalrat Alfred Heer entscheiden. Anlass ist ein Verfahren der Zürcher Staatsanwaltschaft gegen den kantonalen SVP-Präsidenten wegen Rassendiskriminierung.

Heer sagte am 16. September auf TeleZüri: «Gerade die jungen Nordafrikaner aus Tunesien kommen schon als Asylbewerber mit der Absicht, kriminell zu werden.» Die Strafverfolgungsbehörde argumentiert in ihrem Gesuch an die Kommission überraschend, Heer habe diese Aussage als «Privatperson» und nicht als Nationalrat gemacht.

«Funktionsträger in unserer Sendung»

TeleZüri-Chefredaktor Markus Gilli, Gastgeber der Sendung «SonnTalk», in der Heer sich geäussert hat, widerspricht: «Wir haben Funktionsträger in unserer Sendung, keine Privatpersonen», sagt er gegenüber der «SonntagsZeitung». «Herr Heer ist Gast bei uns, weil er Bundesparlamentarier ist und die Kantonalzürcher SVP präsidiert.»

Er erinnert an die ehemalige SP-Nationalrätin Christine Goll und den abgewählten CVP-Regierungsrat Hans Hollenstein, die beide seit Verlust ihres Mandats nicht mehr im «SonnTalk» auftreten. Gilli betont, TeleZüri sei ein politisch neutrales Medium und kein Sprachrohr von Politikern.

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