Tierärzte wehren sich gegen das Hunde-Elend
In Rumänien werden streunende Hunde zu Tausenden zu Tode geprügelt. Ein Dietiker Tierarzt hat jüngst eine Vereinigung von Zürcher Tierärzten initiiert, welche in Siebenbürgen ein Hundeheim aufbaut.
Lazlo Kastal aus Gheorgheni macht sich um seine Kinder Sorgen, wenn sie allein von der Schule heimkommen. Nicht etwa, weil sie dort eine viel befahrene Strasse überqueren müssen oder am Wegrand seltsame Gestalten herumlungern, sondern wegen der streunenden Hunde. Gheorgheni liegt auf einer Hochebene im rumänischen Siebenbürgen. Und die streunenden Hunde sind mittlerweile eine Landplage.
In ganz Rumänien leben schätzungsweise sechs Millionen herrenlose Hunde. Im September des vergangenen Jahres wurde ein 4-jähriger Junge auf einem Brachfeld bei Bukarest tot aufgefunden. In Medienberichten, die mittlerweile allerdings angezweifelt werden, hiess es, der Bub sei von einem Rudel Hunde angefallen worden. Wenige Tage danach erliess das rumänische Parlament ein Gesetz, das streunende Hunde für vogelfrei erklärte. Wenn diese innerhalb von zwei Wochen nach dem Einfangen niemand abholt, dürfen sie getötet werden.


