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Todgeweihte leben länger

Seit 2009 wird um das Projekt «Zürich transit maritim» gezankt. Obwohl mehrfach Kredite für das Projekt aus dem städtischen Budget gestrichen wurden, ist das Projekt nun auferstanden.

Zweimal schon wurden Kredite für den umstrittenen Hafenkran aus dem städtischen Budget gestrichen. Die Medien bezeichneten das Projekt als «politisch erledigt», Politiker betitelten das Werk als «Hafenkäse» und «Gugus-Projektli». Im Jahr 2012 will die Stadt wieder Geld für das Projekt ausgeben. «Wie Mitglieder der zuständigen Kommission bestätigten, ist der Kredit für den Hafenkran im Budget 2012 eingestellt», schreibt die NZZ heute Mittwoch. Der Gemeinderat wird im Herbst also aller Voraussicht nach erneut darüber streiten, ob für das Projekt nun Steuergelder aufgewendet werden dürfen oder nicht.

Der steinige Weg

Dass «Zürich transit maritim» ein derart steiniger Weg bevorsteht, damit hätte kaum jemand gerechnet, als der Stadtrat das Projekt anfangs 2009 präsentierte. Der Kran sollte bereits dieses Jahr am Limmatquai auf der Terrasse des Rathauscafés aufgestellt werden. Zusätzlich sollen Poller und ein Schiffshorn die Illusion erzeugen, Zürich läge am Meer.

2007 hatte der Gemeinderat das Geld für den Wettbewerb bewilligt, 2009 hiess er 500'000 Franken für das Projekt gut. Dann aber beantragte die Alt-Gemeinderätin Susi Gut der Partei für Zürich, einen Kredit von 80'000 Franken aus dem Budget zu streichen, der für das Projekt vorgesehen war. Überraschend erreichte sie eine Mehrheit im Parlament, dennoch bekräftige der Stadtrat, am Projekt festzuhalten.

Als die Legislative dem Stadtrat im vergangenen Herbst eine Sparrunde verordnete, ist der Kredit ein zweites Mal aus dem Budget gestrichen worden. In der Zwischenzeit hatte sich auch die FDP des Stadtkreises 1 vorgenommen, den Kran zu erledigen, und lancierte eine Petition gegen das Projekt.

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