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Toiletten am Sihlquai zeigen Wirkung

Die am letzten Mittwoch aufgestellten WC-Häuschen am Stassenstrich zeigen die erhoffte Wirkung. Die Prostituierten verrichten ihre Notdurft nicht mehr an der Strasse oder zwischen den Wohnhäusern.

Aufatmen an Sihlquai: Die Prostituierten verrichten ihr Geschäft nun in Toiletten statt hinter den Büschen.
Aufatmen an Sihlquai: Die Prostituierten verrichten ihr Geschäft nun in Toiletten statt hinter den Büschen.
Sophie Stieger

Max Egger, Hauswart einer betroffenen Liegenschaft, ist erleichtert darüber, dass er nun nicht mehr jeden Morgen mit den Nebenwirkungen der letzten Nacht konfrontiert ist. Immer noch herumliegen würden die benutzten Kondome und andere Abfälle. «Es ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung», sagte Egger heute Montag auf Anfrage.

Kommende Woche wird die Stadt die beiden Plastik-Häuschen durch zwei grössere Toiletten-Wagen mit Licht und fliessendem Wasser ersetzen. Weitere Sofortmassnahmen, um die Betroffenen weiter zu entlasten, sind gegenwärtig nicht geplant.

70 neue Prostituierte in einem Monat

Egger und zahlreiche andere Anwohner des Sihlquai hoffen, dass ihre Strasse nicht mehr im neuen Strichplan eingezeichnet sein wird. Die Stadt Zürich wird den neuen Plan, wo die Frauen stehen dürfen, voraussichtlich bis Ende Jahr vorlegen. Seit Monaten häufen sich die Klagen der Sihlquai-Anwohner. Die Prostituierten bedienen ihre Kunden in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern, in Vorgärten und auf Spielplätzen.

Seitdem mit osteuropäischen Ländern wie Ungarn die Personenfreizügigkeit in Kraft ist, strömen laufend mehr junge Frauen ans Sihlquai. So meldeten sich beispielsweise alleine im Januar 2010 fast 70 neue Frauen für den Strassenstrich an.

(SDA)

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