Tragödien, Hemden und grüne Pleiten – das interessierte 2015

Die Region Zürich findet Beachtung: Die drei bestgelesenen Texte auf Tagesanzeiger.ch/Newsnet betreffen das Wein-, Ober- und Unterland. Die Hitparade 2015 birgt weitere Überraschungen.

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Sieht man von den spektakulären Verhaftungen von Fifa-Funktionären im Zürcher Hotel Baur au Lac ab, zieren drei Ereignisse auf dem Land das diesjährige Podest der meistgelesenen Artikel auf den Zürich-Seiten von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Das traurigste Ereignis hat am meisten interessiert. 125'000 Leserinnen und Leser haben bei uns die erste Meldung über den sogenannten Fall Flaach gelesen. Am ersten Tag des Jahres hat eine Mutter ihre zwei Kinder getötet.

Diese schwierig fassbare Tat hat gleich eines der Themen des Jahres lanciert: Die Kindes- und Erwachsenen-Schutzbehörde (Kesb) geriet ins Visier von Kritikern. Sie hatte das zweijährige Mädchen und den fünfjährigen Knaben in einem Heim plaziert, nachdem beide Elternteile wegen eines Betrugsfalls verhaftet worden waren. Und sie hatte verfügt, dass die Kinder nach einer gemeinsamen Zeit mit der 27-jährigen, inzwischen wieder aus der Haft entlassenen Mutter wieder zurück ins Heim müssen. Darauf kam es zum Doppelmord. Sieben Monate später beging die Mutter im Gefängnis Suizid.

Eine Analyse des tragischen Falls Anfang Mai hat die Leserschaft ebenfalls stark interessiert und landete in unserer Jahres-Hitparade auf Platz 10.

Ein Blumenmotiv bewegt die Gemüter

Zurück zum Podest. Silber geht mit 117'000 Klicks an die Gossauer Sek-Schüler, welche Mitte Dezember mit Edelweiss-Hemden im Schulzimmer ihren Schweizer Patriotismus kundtaten – und von der Lehrerin prompt wieder heimgeschickt wurden.

Bronze erhält ein Text über den Zusammenprall einer S-Bahn und eines Interregio-Zugs in Rafz. Am 20. Februar wurden dabei sechs Personen verletzt. Am schwersten traf es den Lokführer des Interregio, dessen Führerstand durch die seitliche Kollision teilweise aufgerissen worden war. Das interessierte 107'000 Leserinnen und Leser.

Grün sieht schwarz

Auf Rang 4 folgt die Berichterstattung über die Zürcher Regierungsratswahlen am 12. April. 87'000 Userinnen und User verfolgten die Abwahl des Grünen Martin Graf und die Wahl des neuen Frauentrios Silvia Steiner (CVP), Carmen Walker Späh (FDP) und Jacqueline Fehr (SP).

Das gleichentags miese Abschneiden der Grünen und Grünliberalen bei den kantonalen Parlamentswahlen bewegte ebenfalls stark (Platz 7). 71'000 wollten sehen, wie die Parteien mit dem Grün im Namen sechs beziehungsweise fünf Sitze verloren und auf der anderen Seite die Freisinnigen mit acht Sitzgewinnen glänzten. Letzteres darf nach der jahrzehntelangen FDP-Talfahrt mit Fug und Recht als historisch bezeichnet werden.

Offensichtlich nicht nur studentische Kreise bewegte der Auftritt des ukrainischen Staatspräsidenten im Vorfeld des WEF im Januar an der Universität Zürich. 83'000 (Rang 5) wollten online wissen, warum Petro Poroschenko vor allem von linken Kreisen niedergeschrien wurde.

Von Hitze, Pyros und heissen Szenen

Auf Platz 6 folgt ein Klassiker. Die heisse Rekord-Street-Parade von Ende August verfolgten 72'000 auf unserem Kanal. Bei 32 Grad bewegten sich 1 Million Raverinnen und Raver ums Seebecken. Rekord bedeuteten auch die über 1000 Verletzten.

Ebenfalls heiss wurde es mitten im Winter an der Badenerstrasse. Heiss wie die 2000-grädigen Pyro-Fackeln der FCZ-Fans und brenzlig wie die Sitaution vor diesem Stadtderby vom 22. Februar. 70'000 Leserinnen und Leser wollten mehr wissen über die Polizeieinkesselung von 800 Fans in dieser kalten Nacht (Platz 8).

Für Rang 9 der 2015er-Hitparade sorgten 69'000 Userinnen und User Ende März. Sie wurden offensichtlich gwundrig ob des Titels «Hoch oben über Zürich sinkt die Schamgrenze». Beim Anklicken erfuhren sie, dass es im Thermalbad auf dem Hürlimann-Areal in Zürich-Enge durchaus – und damit bleiben wir beim Thema – heiss zu und her gehen kann.

Erstellt: 31.12.2015, 11:05 Uhr

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