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«Tram Hardbrücke» rollt an

102 Millionen Franken kostet die neue Tramlinie nach Zürich-West. Die Verkehrskommission des Kantonsrates segnet das Projekt ab – eine Partei stellt sich dagegen.

Soll schon bald eine neue Route fahren: Das Tram der Linie 8.
Soll schon bald eine neue Route fahren: Das Tram der Linie 8.
Keystone

Die Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (Kevu) des Zürcher Kantonsrats spricht sich mehrheitlich für den Kantonsbeitrag an das «Tram Hardbrücke» aus. Der Regierungsrat beantragt dem Parlament für das Stadtzürcher Projekt 76,4 Millionen Franken. Die SVP lehnt die Vorlage als «zu teuer» ab.

Das Projekt von Stadt und Kanton Zürich sieht einerseits den Bau einer neuen Tramverbindung – respektive einer Verlängerung der Linie 8 – vom Hardplatz über die Hardbrücke bis zum Escher-Wyss-Platz vor. Andererseits sollen zusätzliche Zugänge zum Bahnhof Hardbrücke geschaffen werden.

Minderheit findet es «zu gefährlich»

Mit dem Projekt werde eine wichtige neue innerstädtische Verbindung mit dem Quartier Zürich-West und dem S-Bahn-Netz geschaffen, heisst es in der Mitteilung der Kevu vom Donnerstag. Auch die von der Kommission angehörten Vertretungen der Bevölkerung und des Gewerbes im betroffenen Quartier begrüssten das Infrastrukturprojekt.

Eine SVP-Minderheit lehnt den Bau der Tramverbindung ab und kritisiert neben den Kosten auch die Behinderung des Autoverkehrs durch die neue Tramlinie, wie es weiter heisst. Ausserdem bezeichnen die Gegner des Projekts den Anschluss beim Hardplatz als «zu gefährlich».

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die neue Tramverbindung auf rund 102 Millionen Franken, für die Treppenabgänge auf gut 28 Millionen Franken. Den Bahnhof Hardbrücke frequentieren täglich rund 44'000 Personen, mittelfristig geht man von bis zu 70'000 aus, langfristig werden sogar gegen 90'000 Menschen erwartet.

Voraussetzung für den Kantonsbeitrag ist, dass der Bund das Vorhaben, wie in Aussicht gestellt, mit einem Anteil von 35 Prozent unterstützt. Diese Mittel werden jeweils aus dem Infrastrukturfonds für den Agglomerationsverkehr entnommen. Dieser Finanzierungsbeschluss wird Ende 2014 erwartet.

SDA

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