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Umstrittene Lex Dignitas kommt in den Kantonsrat

Für die finanziellen Folgen einer Freitodbegleitung von Ausländern sollen neu die Suizidbegleiter aufkommen und nicht mehr die Allgemeinheit.

Die Justizkommission schlägt eine Änderung des Gesundheitsgesetzes bezüglich Sterbehilfe vor: Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli.
Die Justizkommission schlägt eine Änderung des Gesundheitsgesetzes bezüglich Sterbehilfe vor: Dignitas-Chef Ludwig A. Minelli.
Keystone

Über sechs Jahre dümpelte eine Motion der Volketswiler Kantonsräte Bruno Walliser (SVP) und Jean-Philippe Pinto (CVP) zum Thema Sterbehilfe vor sich hin. Zwar wurde die Regierung vom Kantonsrat mit 93 Stimmen beauftragt, «gesetzliche Voraussetzungen zu schaffen, dass Sterbehilfeorganisationen die anfallenden Kosten für Untersuchungen und Bearbeitung der Fälle von aus dem Ausland stammenden Personen weiterverrechnet werden können». Hintergrund des Begehrens war die umstrittene Sterbehilfeorganisation Dignitas. Es waren im Herbst 2007 diverse Fälle von Ausländerinnen und Ausländern öffentlich geworden, die für einen begleiteten Suizid in die Schweiz gereist waren. Die Empörung über diesen Sterbetourismus war damals gross gewesen – auch bei Walliser und Pinto. Dignitas hatte sich eine Zeit lang im Industriegebiet ihrer Nachbargemeinde eingemietet gehabt.

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