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Umstrittener Verein löst sich auf

Der Verein Mira, der sich gegen sexuelle Ausbeutung einsetzt, hat kein Geld mehr. Seine Arbeit – einst in der Kritik – soll jetzt unter einem neuen Dach fortgeführt werden.

Die Fachstelle trieb in Turn- und Sportvereinen die Sensibilisierung für ein Tabuthema voran.
Die Fachstelle trieb in Turn- und Sportvereinen die Sensibilisierung für ein Tabuthema voran.
Samuel Trümpy, Keystone

Die Fachstelle Mira, die sich für die Prävention von sexueller Ausbeutung engagiert, erhält eine neue Trägerschaft. Die Pro Juventute übernimmt ab Juli und gewährleistet so den Weiterbestand der Fachstelle. Die bisherige Trägerschaft, der Verein Mira, steht aufgrund von Geldnöten vor der Auflösung. Pro Juventute-Sprecherin Irene Meier bestätigte heute Montag eine entsprechende Meldung der «NZZ am Sonntag».

Die Fachstelle Mira engagiert sich seit 15 Jahren in der Prävention von sexueller Ausbeutung. In Turn- und Sportvereinen, aber auch in anderen Freizeitorganisationen, trieb sie die Sensibilisierung für das Tabuthema voran.

2011 geriet sie allerdings in die Kritik wegen des Falls eines Sportinstruktors im Kletterzentrum Greifensee. Der Mann hatte über längere Zeit Kinder und Jugendliche missbraucht. Es zeigte sich, dass die Fachstelle von den Vorwürfen gegen ihn seit Jahren Kenntnis hatte. Statt sich aber an die Behörden zu wenden, hatten die Mira-Leute mit dem Täter sogenannte Konfrontationsgespräche geführt – was diesem Zeit liess, um weiter sein Unwesen zu treiben.

SDA/hub

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