Unbewilligte Anti-WEF-Demo in Zürich

Mehrere hundert Personen haben am Dienstagabend gegen das Weltwirtschaftsforum demonstriert. Der Umzug war nicht bewilligt, verlief aber friedlich.

Umweltanliegen im Zentrum: Sujet aus dem Flugblatt der Demonstranten. Bild: PD

Umweltanliegen im Zentrum: Sujet aus dem Flugblatt der Demonstranten. Bild: PD

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Gegen 19.30 Uhr haben sich gestern Dienstag mehrere hundert Personen auf dem Zürcher Helvetiaplatz versammelt, um gegen das WEF in Davos zu demonstrieren. Laut der Stadtpolizei zogen sie von dort in Richtung Innenstadt und via Badenerstrasse, Langstrasse, Zwinglistrasse und Kanonengasse wieder zurück zum Helvetiaplatz. Mit lautstarken Parolen, Transparenten und Knallpetarden machten die Demonstranten auf ihr Anliegen aufmerksam. Gegen 20.30 Uhr löste sich der Umzug auf.Laut Polizei ging er «ohne nennenswerte Zwischenfälle» über die Bühne.

Die Demo richtete sich gemäss den antikapitalistischen Veranstaltern speziell gegen Umweltzerstörung, Klimaerwärmung und Naturausbeutung. Dies, weil die WEF-Teilnehmer die «ökologische Katastrophe» sogar noch beschleunigen würden, statt sie zu bekämpfen. Genannt wurden etwa Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro , der als erste den Schutz des Regenwaldes im Amazonas aufgehoben hat, um der Industrie mehr Profite zu ermöglichen. Oder Unternehmen wie die Fondsgesellschaft Blackrock, die mit dem von ihr verwalteten Billionenvermögen in fossile Energieträger investiert.

Weniger Leute als letztes Jahr

Im vergangenen Jahr hatten in Zürich wegen des Besuchs von US-Präsident Donald Trump am WEF über tausend Menschen demonstriert. Die Stadtpolizei hatte den Umzug damals bewilligt, nachdem die Behörden eine Kundgebung in Davos verboten hatten. Sie war mit zahlreichen Kastenwagen im Einsatz, gefasst auf Ausschreitungen. Die Demonstration verlief dann aber laut Polizei «mehrheitlich friedlich». Nur vereinzelt wurden Hauswände versprayt und Scheiben eingeschlagen. (hub/sda)

Erstellt: 23.01.2019, 11:24 Uhr

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