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Unfälle auf Zebrastreifen: Kanton verbessert Beleuchtung

Die Kantonspolizei wird die Fussgängerstreifen, auf denen sich Unfälle ereigneten besichtigen.

Sollen sicherer werden: Nach zahlreichen Unfällen auf Zebrastreifen, wird die Kantonspolizei den Verkehr bei den Übergängen mehr kontrollieren.
Sollen sicherer werden: Nach zahlreichen Unfällen auf Zebrastreifen, wird die Kantonspolizei den Verkehr bei den Übergängen mehr kontrollieren.
Keystone

Die Kantonspolizei Zürich reagiert auf die zahlreichen Unfälle auf Fussgängerstreifen. Die bisherigen Unfallstellen werden besichtigt und die Beleuchtung falls nötig verbessert. Zudem will die Polizei vermehrt Kontrollen bei Fussgängerstreifen durchführen.

Wie in anderen Kantonen, kam es seit Anfang Dezember auch im Kanton Zürich vermehrt zu Verkehrsunfällen auf Fussgängerstreifen. Wie die Kantonspolizei Zürich am Montag mitteilte, ereigneten sich seit Anfang Dezember neun Unfälle, die insgesamt einen Toten sowie mehrere Schwerverletzte forderten.

Grund für die Unfallserie könnte gemäss Polizeiangaben die plötzliche saisonbedingte schlechte Sicht mit Nebel und Dunkelheit sein. Möglicherweise seien die Automobilisten nach wochenlangem milden Wetter von den neuen Verhältnissen überrascht worden, sagte Ueli Zoelly, Chef der Verkehrspolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Erste Erkenntnisse noch diesen Winter

Um weitere solche Serien zu verhindern, will die Kantonspolizei nun alle Unfallorte inspizieren und auch andere, als besonders heikel bekannte Zebrastreifen auf ihre Gefährlichkeit prüfen.

Noch in diesem Winter wolle man sagen können, an welchen Fussgängerstreifen Handlungsbedarf bestehe. Als Massnahmen gegen weitere Unfälle seien neue Beleuchtungen oder allenfalls das Verschieben von Laternen denkbar.

Was das Tempo der Umsetzung betrifft, muss Zoelly die Erwartungen jedoch etwas dämpfen. Man könne die Laternen natürlich nicht selber neu platzieren, sondern müsse dabei mit dem Tiefbau-Amt zusammenarbeiten. Man werde aber vorwärts machen, verspricht er.

Auch optimierte Beleuchtung kann nicht alle Unfälle verhindern

Die Zahl der Fussgänger-Unfallopfer ist im Kanton Zürich mit jährlich 220 Fällen seit Jahren in etwa konstant. In diesem Jahr hätte diese Zahl gemäss Zoelly unterboten werden können - doch dann sei die Unfallserie vom Dezember gekommen.

Ganz alle Unfälle könne man aber auch mit optimierter Beleuchtung nicht verhindern, so etwa, wenn Autofahrer telefonieren oder im Bereich der Fussgängerstreifen zum Überholen ansetzen würden, wie es etwa am Wochenende in Täuffelen am Bielersee passiert sei.

Auf Vortritt verzichten

Dort wurde eine ganze Familie auf einem Zebrastreifen angefahren. Der 34-jährige Vater starb noch auf der Unfallstelle, die Frau und die beiden Kinder wurden verletzt.

Die Zürcher Polizei wird deshalb ihre Kontrollen bei Fussgängerstreifen verstärken. Sie ruft aber auch die Fussgänger dazu auf, zur Vermeidung solcher Unfälle beizutragen. Etwa indem sie auf den Vortritt verzichten, wenn ein Auto schon so nahe ist, dass es nicht mehr anhalten kann.

SDA/pia

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