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Verantwortlich sind die Eltern

Sie sollten eine Privatschule genau überprüfen, bevor sie ihre Kinder dort anmelden.

Im Kanton Zürich müssen jedes Jahr Privatschulen schliessen, weil sie sich verkalkuliert haben, weil sie Schüler verlieren, weil sie keine Lehrer finden, die zu unterdurchschnittlichen Löhnen überdurchschnittliche Leistungen bringen.

Im Interesse der Kinder, die bei einer Schulschliessung nicht nur ihre Ausbildungsstätte, sondern meist auch ihre Kameraden verlieren, müsste man sich die Frage stellen: Wie kann dem Schulsterben begegnet werden?

Zürcherinnen und Zürcher wollen eine starke öffentliche Schule.

Am einfachsten wäre es, Privatschulen staatlich zu unterstützen. Immerhin erledigen Privatschulen eine Aufgabe im Dienste der Allgemeinheit. Doch dies kommt in Zürich nicht infrage. Vor fünf Jahren erst hat das Volk mit 81 Prozent Nein-Stimmen eine Initiative verworfen, die die freie Schulwahl verlangte. Und auch im neuen Volksschulgesetz wurde seinerzeit im Parlament ein Passus gestrichen, der eine marginale Unterstützung von Privatschulen ermöglicht hätte.

Zürcherinnen und Zürcher wollen eine starke öffentliche Schule – besonders in den obligatorischen Volksschuljahren. Selten stellen sie sich gegen die Modernisierung der Schule, fast nie lehnen sie Investitionen in Schulbauten ab. Zudem werden in Zürich fast die höchsten Lehrerlöhne weltweit bezahlt.

Wenn der Staat Privatschulen schon nicht fördert, könnte er mit strengen Auflagen wenigstens dafür sorgen, dass nicht chancenlose Schulen gegründet werden. Doch auch das entspricht kaum dem Willen der Mehrheit. Im Wirtschaftskanton Zürich sollen innovative Bürger nicht unnötig behindert werden, wenn sie eine Firma gründen wollen.

Eltern in der Pflicht

In der Pflicht stehen aber die Eltern. Sie sind verantwortlich für das Wohl ihrer Kinder. Deshalb sollten sie eine Privatschule genau überprüfen, bevor sie ihre Kinder dort anmelden. Immerhin investieren sie viel Geld, für etwas, das sie in der Volksschule ­womöglich gratis bekommen hätten.

Es ist zwar richtig, dass Privatschulen für gewisse Kinder gute Alternativen bieten. Doch was nützen die besten pädagogischen Konzepte, wenn eine Schule in Konkurs geht?

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