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Die Ideologie der SP war ihr zu eng

Niemand umarmte Chantal Galladé bei ihrem Abschied herzlicher als Natalie Rickli. Ein Sinnbild für das frostige Verhältnis zur eigenen Partei.

Nach 15 Jahren im Nationalrat tritt die 46-jährige Winterthurerin zurück. Video: Keystone/SDA, 20 Minuten, SRF, SP Schweiz

Mitten im Ratssaal stehen die Nationalräte Schlange. Sie war­ten geduldig, um die Grande Dame der SP zu herzen: Susanne Leutenegger Oberholzer (70), für das Baselbiet mit Unterbruch seit 1983 im Nationalrat.

Etwas abseits steht Chantal Galladé (45). Sie lacht, hält einen grossen Blumenstrauss in der Hand. Die SP-Nationalrätin aus Winterthur hat ebenfalls ihren letzten Tag, nach 15 Jahren im eidgenössischen Parlament. Auch sie wird geküsst und hört nette Worte, doch niemand steht Schlange. SVP-Präsident Albert Rösti verabschiedet sich und FDP-Bundesrat Ignazio Cassis, am herzlichsten drückt sie ihre Freundin Natalie Rickli, SVP-Nationalrätin. Daneben stehen Galladés Töchter und ihre Mutter. Sie sind eigens für die Verabschiedung von Winterthur nach Bern gereist.

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