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Versetzte Rotbuche muss jetzt gefällt werden

Der 100-Tonnen-Baum wurde in Schlieren versetzt, weil er der Limmattalbahn im Weg stand. Das ist nicht gut gegangen.

Erst im Februar 2018 wurde im Schlieremer Zentrum eine rund 80-jährige Rotbuche um rund 170 Meter versetzt. Anlässlich einer Routinekontrolle hat die Stadt nun festgestellt, dass dem Baum die Ortsveränderung geschadet hat. In einer Medienmitteilung gab der Stadtrat bekannt, dass der wohl berühmteste Baum der Schweiz seinen Platz räumen muss: «Aus Sicherheitsgründen muss die Buche in den nächsten Wochen gefällt werden», heisst es. Und weiter: «Der Stadtrat bedauert den Verlust des Baumes sehr.»

Ein Sicherheitsrisiko

Die Gründe für den desolaten Zustand der Rotbuche seien vielfältig: So habe der Baum an seinem neuen Standort weniger Wasser aufnehmen können, da seine Wurzeln für den Transport getrimmt wurden. Auch habe der heisse und trockene Sommer 2018 dem Baum zusätzlich zugesetzt.

Für die Pflege zeigte sich die Stadt Schlieren verantwortlich. «Die Pflege und Wässerung des Baums fand auf Basis visueller Kontrollen statt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies nicht genügte», schreibt der Stadtrat. Bereits im vergangenen Sommer habe man die Pflege der Rotbuche mit der Absprache von Experten intensiviert.

Die Buche wird voraussichtlich in den nächsten Wochen gefällt. Dies aus Sicherheitsgründen, da herabfallende Äste eine reelle Gefahr darstellen würden. Der Stadtrat bedauert den Verlust des Baumes sehr. Er will jedoch die Chance nutzen, bei der Erweiterung und Neugestaltung des Stadtparks für geeigneten Ersatz zu sorgen. Wie das Holz der Rotbuche verwendet werden kann, wird zurzeit noch abgeklärt.

Bereits im Verlaufe des Morgens gab es eine erste Protestaktionen. Eine Umweltaktivistin befestigte am Baum vor dem Gitter einen Zettel: «Baumfällen ist keine Option. Es offenbart Schwäche», stand darauf.

Schlieremer setzten sich für Buche ein

An seinem einstigen Standort konnte der 100-Tonnen-Baum nicht bleiben: Seine Krone tangierte das städtische Flügeldach und die Fahrleitungen der neuen Limmattalbahn. Die Wurzeln ragten zudem ins Fundament der Haltestelle. Deshalb wurde sie für rund 160'000 Franken versetzt – ein Novum in der Schweiz. Die Kosten wurden grösstenteils von der BMB Group und privaten Geldgebern getragen, dazu kamen Beiträge von Schlieren und der Limmattalbahn AG.

Erst hätte der Baum gefällt werden sollen. Doch gegen diese Pläne wehrte sich ein Teil der Schlieremer Bevölkerung und reichte zur Rettung eine Petition mit rund 4700 Unterschriften ein. Zudem attestierte ein Fachgutachten der Rotbuche gute Überlebenschancen bei einer Versetzung.

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