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Viele Zürcher Spitäler befürworten einen Kulturwandel

Eine gemeinsame Plattform, um Patientendaten zu erfassen, wie sie im Spital Zollikerberg seit April verwendet wird, ist an anderen Spitälern nicht oder nur in Teilbereichen vorhanden. So meldet das Stadtspital Triemli, dass bei ihnen noch kein vergleichbares System in Betrieb sei. Im Rahmen der Neuausrichtung des Klinikinformationssystems am Triemli werde jedoch die interprofessionelle Zusammenarbeit bei der Erarbeitung der Patientenakte ein wichtiges Qualitätskriterium sein.

Auch beim Kantonsspital Winterthur heisst es: «Wir haben keine interdisziplinäre Anamnese. Pflege und Ärzte führen je eine separate Anamnese durch, die aber von beiden eingesehen werden kann.» Doch sei man an den Erfahrungen mit dem neuen Tool am Spital Zollikerberg sehr interessiert.

An der Universitätsklinik Balgrist läuft das Austrittsmanagement seit 2017 über eine interprofessionelle Plattform, und man macht dort gute Erfahrungen damit. Mit einem Ampelsystem wird dabei ersichtlich, ob alle involvierten Berufsgruppen «grünes Licht» für den Austritt geben. Weiter heisst es beim Balgrist: «Für eine gute Zusammenarbeit sowie eine hohe Patientensicherheit sind interprofessionelle Plattformen hilfreich und not­­wendig.» Diese Veränderung bedinge jedoch auch die Be­reitschaft, Grenzen aufzuweichen, und erfordere einen Kulturwandel in der Zusammenarbeit. «Es ist daher gut zu wissen, dass das Spital Zollikerberg erste Erfahrungen mit einer gemeinsamen Anamnese vorweisen kann.»

Im Spital Uster ist das Thema interprofessionelle Anamnese ebenfalls in Diskussion, doch befindet man sich dort noch in der Entscheidungsphase.

Das Spital Männedorf führt zwar bereits im nächsten Frühling ein neues Klinikinformationssystem ein. Es hat sich dabei aber bewusst für eine separate Erfassung entschieden, um die Verantwortlichkeiten der einzelnen Berufsgruppen ganz klar festzulegen. (net)

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