Wählen leicht gemacht

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Der Sonntag, 20. Oktober, ist ein wichtiger Tag für die Demokratie. Dann wählt die Schweiz ihre 200 National- und 46 Ständeräte. Sie werden künftig die Gesetze des Landes prägen.

Zürich hält als grösster Kanton auch mit Abstand am meisten Sitze im Nationalrat, nämlich 35. Im Ständerat haben alle Kantone zwei Sitze, die Halbkantone einen.

Nationalratswahl:
Alle wählbaren Frauen und Männer finden sich auf einer der 32 Listen im Wahlzettelset. Man kann die ausgewählte Liste belassen wie sie ist, muss aber nicht. Falls man sie verändern will, kann man Personen streichen und dafür andere verdoppeln (kumulieren) oder die Kandidatin einer anderen Liste einfügen (panaschieren). Es ist auch erlaubt, beides zu tun.

Auf der Liste dürfen nach der Überarbeitung aber höchstens 35 Namen stehen, weil der Kanton Zürich so viele Sitze im Nationalrat hat. Beim Panaschieren sollte man sich bewusst sein, dass man auch die Partei jener Person begünstigt, die man zusätzlich auf die Liste setzt. Grund dafür sind die Listenstimmen.

Für jede Person auf der Liste erhält die Partei eine Stimme. Zum Schluss entscheiden die Anzahl Listenstimmen darüber, wie viele Sitze einer Partei zustehen. Wer zum Beispiel die CVP-Liste auswählt und sie mit einer Kandidatin der EVP ergänzt, schwächt dadurch die CVP ein klein wenig und stärkt die EVP ein kleines bisschen.

Wer aus allen Kandidatinnen und Kandidaten lieber eine eigene Liste zusammenstellen will, kann das ebenfalls tun. Die letzte Liste im Wahlzettelset ist leer.

Ständeratswahl:
Sieben Kandidatinnen und Kandidaten buhlen um die zwei Zürcher Ständeratssitze. Auf dem Wahlzettel kann man nur zwei Personen aufführen. Die Namen sollten dabei so genau als möglich zugeordnet werden können. Allerdings sind die Wahlbüros eher grosszügig – vor allem bei den offiziellen Kandidaten und Kandidatinnen. Wer auf den Zettel Schlatter oder Köppel schreibt, dürfte seine Stimme durchbringen.

Für mehr Diskussionsstoff dürften fehlerhafte Bezeichnungen sorgen, wie Ruedi Moser statt Ruedi Noser oder Tiana Noser statt Tiana Moser. Auch hier dürften die Mitglieder der Wahlbüros aber bedacht sein, eine Lösung im Sinne des Wählerwillens zu finden, heisst es beim zuständigen kantonalen Amt.

Mit A-Post reicht es drei Tage vorher
Wer am 20. Oktober nicht an die Urne gehen will, kann sein Wahlcouvert einschicken. Mit A-Post reicht es bis spätestens am Donnerstag vor dem Wahlsonntag, mit B-Post sollte es bereits am Dienstag weg. Der nächste wichtige Wahltermin ist der Sonntag, 17. November. Dann findet der 2. Wahlgang für den Ständerat statt. Für den Fall, dass sich die Wahl beim ersten Durchgang noch nicht entscheidet. (meg)

Erstellt: 04.10.2019, 17:12 Uhr

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