Wahlen in Winterthur

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«Die Stadt ist das Brooklyn der Schweiz»

Ob die bürgerliche Mehrheit Winterthur guttut, ist umstritten. Eines hat CVP-Stadtpräsident Michael Künzle aber erreicht: Die Stadt wächst nicht mehr so schnell wie noch vor zehn Jahren. 2017 sind weniger Menschen nach Winterthur und mehr aus der Stadt weggezogen. Das bedeutet jedoch auch, dass sie während Künzles Amtszeit an Ausstrahlungskraft verloren hat.

Zudem ist die Stadt mit denselben Schwierigkeiten konfrontiert wie vor der bürgerlichen Wende. Noch immer mangelt es ihr an genügend finanzkräftigen Steuerzahlern. Deshalb greift der Stadtrat nun auf ein altes Rezept zurück und will teure Wohnungen für Vermögende bauen. Das wird von linker Seite kritisiert. Finanziell geht es der Stadt nach einer Steuererhöhung im Jahr 2016 und zwei städtischen Sparpaketen inzwischen besser. Das ist jedoch zum grössten Teil das Verdienst der linken ­Finanzvorsteherin Yvonne Beutler.

SP und Grüne wollen deshalb eine erneute Wende in Winterthur – diesmal ­zurück zur links-grünen Mehrheit. Die Linksparteien stören sich daran, dass die Stadt sich in den letzten Jahren vor allem aufs Sparen konzentriert hat. Oder wie es SP-Kandidatin Christa Meier am Mittwochabend auf dem Podium sagte, das der «Landbote» und das SRF-«Regionaljournal» veranstaltet haben: «Sparen ist nicht sexy.» Offen bleibt, welche Vision die Bürgerlichen haben, um Winterthur weiterzuentwickeln. FDP-Polizeivorsteherin Barbara Günthard-Maier sagte immerhin, was sie von Winterthur hält: «Die Stadt ist das Brooklyn der Schweiz» – die Stadt neben ­Zürich/Manhattan.

Christa Meier und die Grünliberale Annetta Steiner machen CVP-Stadtpräsident Michael Künzle das Amt streitig. Steiner glaubt jedoch nicht daran, dass sie es schaffen wird. Sonst treten in Winterthur alle bisherigen Stadträtinnen und Stadträte an: von der SP Yvonne Beutler und Nicolas Galladé, von der FDP Stefan Fritschi und Barbara Günthard-Maier, von der SVP Josef Lisibach, dazu CVP-Stadtpräsident Künzle. Ebenfalls wollen Marc Wäckerlin, Gemeinderat der Piratenpartei, und der parteilose Blerim Bunjaku in den Stadtrat. (meg)

Erstellt: 02.02.2018, 19:56 Uhr

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