Zum Hauptinhalt springen

War der Emir von Katar an Bord des nächtlichen Fluges nach Kloten?

Wie Redaktion Tamedia erfuhr, landete eine Maschine in Zürich, die unter dem Namen Amiri One flog. Das deutet auf einen ganz hohen Passagier hin.

Die Königsfamilie reiste am Weihnachtsabend wegen eines medizinischen Notfalls in die Schweiz: Ein Airbus A319 der katarischen Flotte, der in Zürich-Kloten landete. (27. Dezember 2015)
Die Königsfamilie reiste am Weihnachtsabend wegen eines medizinischen Notfalls in die Schweiz: Ein Airbus A319 der katarischen Flotte, der in Zürich-Kloten landete. (27. Dezember 2015)
Heidelberger / Schmid
Erlitt in Marokko einen Beinbruch: Der Ex-Emir Scheich Hamad bin Khalifa al-Thani wird in der Schulthess-Klinik behandelt.
Erlitt in Marokko einen Beinbruch: Der Ex-Emir Scheich Hamad bin Khalifa al-Thani wird in der Schulthess-Klinik behandelt.
Keystone
Ganz links Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, damals noch Kronprinz, neben dem Emir von Kuwait, seinen Eltern sowie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Doha. (4. Dezember 2012)
Ganz links Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, damals noch Kronprinz, neben dem Emir von Kuwait, seinen Eltern sowie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Doha. (4. Dezember 2012)
Fadi Al-Assaad, Reuters
1 / 6

Am Samstag in der Früh kamen drei grosse Maschinen der katarischen Königsfamilie in Kloten an – trotz Nachtflugsperre (wir berichteten). Die erste landete um 0.30 Uhr, als medizinischer Notfall deklariert, die anderen beiden hatten aufgrund dessen diplomatische Bewilligungen vom Bund. Einiges deutet darauf hin, dass der Notfall den Emir von Katar selbst betreffen könnte. Wie Redaktion Tamedia aus gut unterrichteter Quelle erfuhr, war eines der Flugzeuge als Amiri One unterwegs. Analog der amerikanischen Air Force One wird dieser Name nur benutzt, wenn sich das Staatsoberhaupt persönlich an Bord befindet.

War wohl selbst in einem der Flugzeuge: der Emir von Katar in einer Aufnahme aus dem Jahr 2012 (Bild: Keystone)
War wohl selbst in einem der Flugzeuge: der Emir von Katar in einer Aufnahme aus dem Jahr 2012 (Bild: Keystone)

Gemäss der Quelle handelt es sich um den Airbus aus Marrakesch, der bereits um 0.30 Uhr in Kloten ankam. Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, weilte zuvor mit seinem Gefolge in Marokko in den Ferien. Im Skiort Ifrane im Mittleren Atlasgebirge besitzt er eine Privatresidenz. Von dort aus musste seine Familie am Weihnachtsabend wegen eines medizinischen Notfalls sofort in die Schweiz fliegen – in einer Maschine, die über spezielle medizinische Ausrüstung verfügt und mit dem König an Bord als Amiri One aufbrach. Sie gehört zur VIP-Airline Qatar Amiri Flight, die exklusiv der katarischen Königsfamilie und Mitgliedern der Regierung zur Verfügung steht.

Eine ganze Flotte

Dass es sich beim Notfall um eine äusserst wichtige Person handeln muss, zeigen auch die zahlreichen Flugzeuge der Regierungsflotte, die nach der Amiri One in Kloten landeten. Ebenfalls noch während der Nachtflugsperre, am Samstag um fünf Uhr und eine Viertelstunde später kamen zwei Maschinen der Königsfamilie aus Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar. Später am Samstag und auch noch am Sonntag traf noch ein halbes Dutzend weiterer grosser Maschinen ein – darunter auch ein Jumbo-Jet der Regierungsflotte. Mitarbeiter des Flughafens sprechen von einer regelrechten Armada.

Spital ohne Helilandeplatz

Nach Landung der Amiri One mit dem Emir von Katar an Bord reisten die Passagiere laut Insidern mit einem Ambulanzfahrzeug weiter und nicht wie in dringenden Fällen zum Teil üblich per Helikopter. Dies könnte darauf hindeuten, dass die betroffene Person in ein Spital gebracht wurde, das über keinen Helilandeplatz verfügt. Damit wäre die These vom Tisch, dass sich die Katari die Klinik Hirslanden ausgesucht haben könnten, weil diese für solche VIP-Patienten gut ausgerüstet ist und auf deren Dach Hubschrauber landen können. Auch das Unispital Zürich, das Stadtspital Triemli oder das Kantonsspital Winterthur würden nicht mehr infrage kommen. Denkbar ist, dass die Königsfamilie in einer privaten Luxusklinik untergebracht wurde.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch