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Was jugendliche Straftäter den Kanton Zürich kosten

Für 44 Millionen leistet sich der Kanton Zürich eine Jugendanwaltschaft. Für die Massnahmen wie jene im «Fall Carlos» werden aber auch die Eltern zur Kasse gebeten.

29'000 Franken monatlich für einen Privatlehrer, eine 4½-Zimmer-Wohnung und Thaibox-Kurse bezahlt die Zürcher Jugendanwaltschaft einem jugendlichen Straftäter. «Sozial-Wahn!», titelt der «Blick» und stellt die verschwenderischen Methoden des Zürcher Jugendanwalts Hansueli Gürber im «Fall Carlos» an den Pranger.

Woraus sich die 29'000 Franken für den bisher therapieresistenten 17-Jährigen zusammensetzen, will Patrik Killer, Sprecher der Oberjugendanwaltschaft, nicht sagen. Nur so viel: Es handle sich um eine absolute Ausnahme. 3381 Jugendliche wurden gemäss Geschäftsbericht im vergangenen Jahr verurteilt. Am 31. Dezember 2012 befanden sich 88 Jugendliche im Vollzug einer stationären und 395 Jugendliche im Vollzug einer ambulanten Massnahme. Für die erste kleinere Gruppe belaufen sich die durchschnittlichen Kosten gemäss Killer auf 330 Franken pro Tag, was monatlich etwa 10'000 Franken entspricht. Ambulante Massnahmen sind deutlich günstiger.

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