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Wenn die Krippe plötzlich geschlossen bleibt

Marika Jérome ist alleinerziehend und arbeitet Vollzeit. Weil die Krippe Nemo in Richterswil von einem Tag auf den anderen den Betrieb eingestellt hat, bangt sie nun um ihren Job.

Augenfällig wurde das Problem schon im Juli. Mehrere Betreuerinnen der Krippe Nemo in Richterswil kündigten. Die Eltern wollten wissen, warum, und verlangten ein Gespräch mit der Inhaberin der Krippe. Die Aussprache brachte zutage, dass sich die Krippe in finanzieller Schieflage befand, aber mehrere potenzielle Käufer Interesse am Betrieb bekundeten. In Kürze wollte Inhaberin Karin Müller den Eltern die neuen Besitzer vorstellen. Doch statt mit einem Käufer erschien sie zum nächsten Treffen in Begleitung ihrer beiden kleinen Kinder und teilte mit: Noch gebe es keinen Käufer.

Kurz darauf, am Montag, 1. August, erhielten die Eltern ein Mail der Inhaberin. «Leider ist es nicht mehr möglich, in der Kinderkrippe Nemo eine professionelle und sichere Betreuung anbieten zu können», schrieb sie. Der Verkauf der Krippe sei zwar nach wie vor geplant und auf gutem Weg, doch ohne genügend Mitarbeiterinnen sei eine Aufrechterhaltung der Betreuung nicht mehr möglich. Marika Jérome, Mutter eines der 22 in der Krippe Nemo betreuten Kinder, stand von einem Tag auf den anderen ohne Betreuung da.

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