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Wenn es eskaliert

Bisher empfahl man Paaren bei häuslicher Gewalt getrennte Therapien. Das ändert sich jetzt: Im Kanton Zürich finden erste Beratungen für Paare statt, die zusammenbleiben wollen.

Peter und Yue Müller wollen versuchen, in eine gemeinsame Zukunft zu gehen, Schritt für Schritt. Foto: Sabina Bobst
Peter und Yue Müller wollen versuchen, in eine gemeinsame Zukunft zu gehen, Schritt für Schritt. Foto: Sabina Bobst

Fünf Tage vor dem Geburtstermin des gemeinsamen Kindes kommt es zum Streit. Mal wieder. Beleidigungen hier, es wird laut, Anschuldigungen da, es wird lauter, Vorwürfe überall, wie so oft in letzter Zeit. Und dann schlägt Peter Müller* zum ersten Mal zu. Seine Hand trifft mit voller Wucht das Bein seiner schwangeren Frau. Für Yue Müller*, die neben ihrem Mann im Auto sitzt, kommt der Schlag unerwartet. Reflexartig schlägt sie zurück, sie trifft ihren Mann im Gesicht. Und er schlägt nochmals zu, mitten ins Gesicht seiner Frau. Jetzt blutet Yue Müller, jetzt blutet sie stark, überall ist Blut. Polizei für ihn. Spital für sie. Untersuchungshaft. Frauenhaus. Wegweisung aus der Wohnung. Kontaktverbot.

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