Zum Hauptinhalt springen

Wenn öffentliche Ächtung die Jungen positiv beeinflusst

Die Jugendkriminalität ist im letzten Jahr um 20 Prozent zurückgegangen. Laut Oberjugendanwaltschaft wirken viele Faktoren zusammen – unter anderem auch die öffentliche Ablehnung von Gewalt.

Jahr für Jahr erschütterten die Statistiken der Oberjugendanwaltschaft mit neuen Rekorden bei Gewaltdelikten von Jugendlichen. Zum ersten Mal seit 2001 ist das Gegenteil der Fall: Die Jungendkriminalität hat abgenommen, und zwar deutlich. Die Zahl der Untersuchungen der Oberjugendanwaltschaft ging von 12'361 Fällen um 20 Prozent auf 9861 Fälle zurück.

«Gesicherte Erkenntnisse über die Ursachen gibt es nicht», sagt der leitende Oberjugendanwalt Marcel Riesen. Die Vermutung liege jedoch nahe, dass diverse Faktoren zusammenspielen. «Seit mehreren Jahren ist die Jugendgewalt in den Medien und der Öffentlichkeit omnipräsent. Das führt zu einer Sensibilisierung aller Beteiligten», sagt Riesen. Dabei herrsche der Konsens, dass man Jugendkriminalität nicht wolle.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.