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Wer im Zürcher Immobilienmarkt mitmischt

Im Kanton wechselten rund 76'000 Ein- und Mehrfamilienhäuser in den letzten zehn Jahren den Besitzer. Eine Studie gibt Auskunft über die Akteure in diesem Geschäft.

Ein Neubau entsteht: In Zürich werden Neubauten mehrheitlich von institutionellen Akteuren verkauft.
Ein Neubau entsteht: In Zürich werden Neubauten mehrheitlich von institutionellen Akteuren verkauft.
Keystone

Der Kauf- und Verkauf von Häusern und Wohnungen im Kanton Zürich floriert. Über 87 Milliarden Franken seien dabei zwischen 2008 und 2017 umgesetzt worden, belegt eine Studie des kantonalen Statistischen Amts, die heute Montag publiziert wurde.

Neubauten seien demnach mehrheitlich von Institutionen wie Pensionskassen, Banken und Versicherungen, aber auch von Bauunternehmen und Architekturbüros auf den Markt gebracht worden. Bereits bestehende Häuser wiederum sind gemäss Studie zu 80 Prozent von Privatpersonen verkauft worden – jedes sechste Ein- oder Mehrfamilienhaus von einer Erbengemeinschaft.

10-Jahres-Index der Transaktionen im Kanton Zürich: Die Daten von 2015 bis 2018 sind provisorisch. (Quelle: Handänderungsstatistik Kanton Zürich)
10-Jahres-Index der Transaktionen im Kanton Zürich: Die Daten von 2015 bis 2018 sind provisorisch. (Quelle: Handänderungsstatistik Kanton Zürich)

Häuserkauf in der «Familienphase»

Es sind hauptsächlich 30- bis 50-Jährige in der Familienphase, die sich für den Kauf eines Hauses entscheiden. Der Erwerb einer Eigentumswohnung ist weniger an ein bestimmtes Alter gebunden, 15 Prozent der Käufer dieser Objekte sind im Pensionsalter.

Insgesamt sind die Verkäufe von Eigentumswohnungen im letzten Jahr um 20 Prozent zurückgegangen, während die Verkaufszahlen von Ein- oder Mehrfamilienhäusern seit Jahren konstant geblieben sind. Die Preise sind allerdings in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen: Ein Einfamilienhaus kostete 2017 im Durchschnitt 1,16 Millionen Franken, eine Eigentumswohnung rund 900'000 Franken. Der Gesamtumsatz im Zürcher Immobilienmarkt lag im Schnitt bei acht bis neun Milliarden Franken.

Wie alt die Zürcher Käufer sind (Grafik: Statistisches Amt Kanton Zürich; Quelle: Handänderungsstatistik)
Wie alt die Zürcher Käufer sind (Grafik: Statistisches Amt Kanton Zürich; Quelle: Handänderungsstatistik)

Einkaufen in der Nachbarschaft

Wer sich für den Erwerb einer Immobilie entschieden hat, wollte offenbar nicht zu weit weg vom bisherigen Zuhause: Die Analyse der Wohnadresse zum Zeitpunkt des Kaufs zeigt, dass jedes vierte Objekt weniger als einen Kilometer vom ursprünglichen Wohnort entfernt liegt. Nur 20 Prozent aller Immobilien sind mehr als zehn Kilometer entfernt. Der Scholle besonders verbunden sind Bewohner des Zürcher Ober- oder Unterlands sowie des Knonaueramts: Weniger als 15 Prozent haben hier ein Objekt ausserhalb ihrer Region erworben.

Die Stadt Zürich und der Pfannenstiel sind demgegenüber besonders bei Ausländern beliebt. Allerdings haben nur etwa 10 Prozent der gesamten Käuferschaft vor dem Erwerb einer Immobilie nicht im Kanton Zürich gewohnt.

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