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Wer kann ihn noch stoppen?

Jakob Marten aus Auslikon hat am Knabenschiessen schon am Samstag das Punktemaximum erzielt. Seither wartet er auf einen Herausforderer – die Zeit arbeitet für ihn.

Am Wochenende konnte keiner mit ihm mithalten: Jakob Marten könnte schon bald Schützenkönig sein. Bild: PD
Am Wochenende konnte keiner mit ihm mithalten: Jakob Marten könnte schon bald Schützenkönig sein. Bild: PD

Zwei Stunden bleiben den jugendlichen Schützen heute Montag am Zürcher Knabenschiessen noch, um fünf Volltreffer zu erzielen. Gelingt es jemandem, kommt es zum Ausstich um den Titel. Erzielt in der restlichen Schiesszeit von 8 bis 10 Uhr kein Teilnehmer die Maximalpunktzahl, wird Jakob Marten zum diesjährigen Schützenkönig gekrönt: Der Jugendliche aus Auslikon hat im Zürcher Albisgüetli schon am Samstagabend fünf Mal exakt gezielt und getroffen.

Zu einem Ausstich kommt es ab 11 Uhr so oder so: nämlich zu jenem um die weiteren Plätze hinter dem Sieger. Daran teilnehmen werden all jene Jugendlichen, die das Maximum knapp verfehlt und 34 der 35 möglichen Punkte erzielt haben. Bislang haben drei Mädchen und neun Knaben diese Marke erreicht. Die Zielscheibe ist in Bereiche von 0 bis 6 Punkten unterteilt, einen zusätzlichen Punkt gibt es für das Treffen der Scheibe.

Zu grell zum Schiessen

Am Samstag und Sonntag gaben bisher über 3400 Jugendliche fünf Schüsse auf die Scheibe ab. Teilnahmeberechtigt sind Mädchen und Knaben im Alter von 13 bis 17 Jahren, die im Kanton Zürich wohnen oder zur Schule gehen.

Die Witterungsverhältnisse waren am Wochenende unterschiedlich. Am Samstag sprachen die Organisatoren davon, dass das Wetter für die grosse Chilbi nicht gerade optimal gewesen sei, doch hätten für das Schiessen ideale Bedingungen geherrscht. Am Sonntag war nun das Wetter an sich deutlich besser, aber im Schiessstand war es für optimale Lichtverhältnisse fast «etwas zu grell».

Früher war es ein Drillkurs

Das Knabenschiessen ist nicht nur ein Schiesswettbewerb. Die Organisatoren bezeichnen den dreitägigen Event auch als «s'grööscht Zürcher Volksfäscht». Sie sprechen von mehreren 100'000 Festbesuchern, die jeweils zum Albisgüetli an eine der grössten Chilbis der Schweiz kommen. Das Knabenschiessen gilt auch als das älteste Volksfest in der Stadt Zürich. Seine Wurzeln reichen bis ins 17. Jahrhundert. In Akten aus dem Jahr 1656 ist von einem «Knaben Schiesset» als Abschluss eines mehrwöchigen Drillkurses die Rede.

Der Anlass hielt sich über die Jahrhunderte hinweg an wechselnden Schauplätzen. Seit 1899 wird das Knabenschiessen von der Schützengesellschaft der Stadt Zürich im Albisgüetli organisiert. Seit 1991 sind auch Mädchen zum Schiessen zugelassen - seither haben sich sechs Königinnen in die Siegerliste eingetragen.

Ab 9 Uhr begleitet Redaktion Tamedia den Wettkampf hier live.

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