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«Wir sind noch immer gewappnet für den Zweiten Weltkrieg»

Wo und wie heute Häuser gebaut werden, macht für den Architekten Stefan Meier wenig Sinn. Er zeigt, weshalb sie an den Strassenrand gehören und Wiesen für alle da sind.

Ein pulsierender Lebensraum sieht anders aus: Hier gehts zum Zentrum von Gattikon.
Ein pulsierender Lebensraum sieht anders aus: Hier gehts zum Zentrum von Gattikon.
Vorerst noch ein «place not to be»: Das Zentrum von Gattikon, das zu Thalwil gehört.
Vorerst noch ein «place not to be»: Das Zentrum von Gattikon, das zu Thalwil gehört.
Urs Jaudas
Urs Jaudas
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Sie haben in Ihrer Publikation «Neu-Gattikon» ein paar handfeste Vorschläge für die Neugestaltung der Ortschaft festgehalten. Ist das nun ein Kunstprojekt oder die Aufforderung eines Architekten zur Veränderung? Ich bin als Künstler an das Projekt herangegangen, in der Hoffnung, dass ich damit auch etwas bewegen kann. Kunst soll ja auch für die gesellschaftliche Weiterentwicklung sorgen und nicht bloss als Nischenprodukt verstanden werden. Als gelernter Architekt weiss ich natürlich, dass ich mit meinen Visionen sowohl in private als auch öffentliche Bereiche eindringe, die nicht so ohne weiteres verändert werden können. Aus künstlerischer wie gesellschaftlicher Sicht bin ich aber der Meinung, dass es höchste Zeit ist, Gedanken über solche Veränderungen anzustellen – und dies nicht nur in den dafür vorgesehenen Amtsstellen und Professionen. Meine Entwürfe sind keine Utopie. Ich bemühe keine Technologien, die es noch nicht gibt, und beanspruche nur Flächen, die tatsächlich vorhanden sind. Deshalb sind meine Visionen durchaus realisierbar – wenn der Wille zur Veränderung da ist.

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