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Wie die Stadt auf den tödlichen Velounfall beim HB reagiert

Nachdem im Herbst 2013 ein Velofahrer in der Unterführung beim Hauptbahnhof getötet worden war, kam die Stadt unter Druck. Nun werden einige Dinge geändert.

Die gefährliche Veloeinfahrt: An dieser Stelle erfasste ein Lastwagenfahrer Ende September 2013 einen 35-jährigen Velofahrer. Dieser erlag den schweren Verletzungen durch den Unfall.
Die gefährliche Veloeinfahrt: An dieser Stelle erfasste ein Lastwagenfahrer Ende September 2013 einen 35-jährigen Velofahrer. Dieser erlag den schweren Verletzungen durch den Unfall.
Jvo Cukas
Seit Ende Januar sind nun weisse Markierungen auf den Boden aufgemalt.
Seit Ende Januar sind nun weisse Markierungen auf den Boden aufgemalt.
Jvo Cukas
Noch heute erinnern verschiedene Gegenstände von Trauernden an den Mann, der an der Stelle verunglückte.
Noch heute erinnern verschiedene Gegenstände von Trauernden an den Mann, der an der Stelle verunglückte.
Jvo Cukas
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Als im vergangenen September ein LKW einen Velofahrer beim HB tödlich verletzte, zeigten sich Tausende betroffen. Über 8000 Personen unterzeichneten eine Onlinepetition, die sichere Velowege in der Stadt Zürich forderte – und zwar schneller, als es der Masterplan Velo mit einem Horizont bis 2025 vorsieht. Nun hat die Stadt reagiert und kündigt umfassende Massnahmen bei der betroffenen Unterführung beim Bahnhofquai an. Zwar hat laut der Dienstabteilung Verkehr die Petition keinen direkten Zusammenhang mit den Veränderungen am Veloweg – der tragische Unfall jedoch sehr wohl.

Im Februar testete die Stadt neue Varianten der Verkehrsführung, nun werden sie umgesetzt. Denn in der Unterführung kam es nicht nur zu einer tödlichen Kollision, sie wird allgemein von vielen Velofahrenden als gefährlich empfunden.

Nachdem die Installationen für die Bauarbeiten am Hauptbahnhof abgebaut sind, wird seit Dienstag der Veloweg umgestaltet. Die entsprechenden Arbeiten dauern bis Ende Monat.

Roter Belag

Unter anderem wird der Radstreifen streckenweise erhöht. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Velofahrer unmittelbar nach dem Fussgängerstreifen auf dem neuen, abgegrenzten Radstreifen geführt. Zudem wird der Einspurbereich für die Anlieferung des Hauptbahnhofs verkürzt. Der Belag des Veloweges wird auf 20 Metern rot eingefärbt.

Die abbiegenden LKW-Fahrer werden so laut der Stadt auf die vortrittsberechtigten Velofahrer aufmerksam gemacht. Bereits verbessert worden sei die Beleuchtung in der Unterführung. Im die Wirksamkeit der Massnahmen zu überprüfen, findet gemäss Mitteilung in den nächsten Monaten ein Controlling statt.

Pro Velo Zürich zeigt sich erfreut über die baulichen Veränderungen. Damit werde diese zentrale Stelle des Zürcher Velowegnetz sicherer gemacht. Gleichzeitig warnt die Velo-Lobby, man solle sich keinen Illusionen hingeben, dass mit diesen Verbesserungen in der Unterführung nun absolute Sicherheit herrsche. Besonders bei Lastwagen sei darauf zu achten, dass man nie neben einem LKW stehen oder fahren soll.

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