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Wie die SVP zum Wahlhelfer der Autokritiker wurde

Bei der Abstimmung zur Städteinitiative erreichte der Gegenvorschlag 6000 Stimmen mehr als die Initiative – und fiel trotzdem durch. Beim Triumph der Initianten dürfte die SVP mitgeholfen haben.

Unfreiwillige Schützenhilfe: 8200 Stimmbürger liessen die Stichfrage leer und stärkten so die Befürworter der Abstimmung.
Unfreiwillige Schützenhilfe: 8200 Stimmbürger liessen die Stichfrage leer und stärkten so die Befürworter der Abstimmung.

Zu einer paradoxen Situation kam es bei der gestrigen Abstimmung zur Städteinitiative: Eigentlich erreichte der Gegenvorschlag 6000 Stimmen mehr als die Initiative selbst. In der Stichfrage schliesslich obsiegte die Initiative mit einem knappen Vorsprung von 600 Stimmen.

Beim Triumph der Umweltorganisation dürfte ausgerechnet einer ihrer ärgsten Feinde mitgeholfen haben: die SVP. Ohne einen taktischen Fehler der Partei hätte wohl der Gegenvorschlag auch bei der Stichfrage mehr Stimmen erhalten. Die SVP war sowohl gegen die Initiative als auch gegen den Gegenvorschlag und empfahl ihren Wählern folgerichtig, beide Initiativen abzulehnen. Dass die SVP auch die Empfehlung herausgab, die Stichfrage leer zu lassen, bewirkte wohl das Gegenteil dessen, was die Volkspartei wollte.

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