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«Wie ein Ferrari mit Golf-Bremsen»

Ein junger Mann, der an der Borderline-Persönlichkeitsstörung leidet, hat einen Freund mit einem Messer getötet. Psychiater Herbert Assaloni zeigt auf, was im Innern von Borderline-Betroffenen vorgeht.

Grosse innere Leere, selbstdestruktives Verhalten, keine Regulierung der Gefühle: Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung haben in ihrer Kindheit nicht lernen können, wie man mit den eigenen Emotionen umgeht. (Im Bild: Patient in der psychiatrischen Klinik Rheinau, Krankheitsbild unbekannt.)
Grosse innere Leere, selbstdestruktives Verhalten, keine Regulierung der Gefühle: Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung haben in ihrer Kindheit nicht lernen können, wie man mit den eigenen Emotionen umgeht. (Im Bild: Patient in der psychiatrischen Klinik Rheinau, Krankheitsbild unbekannt.)
Keystone
Grosse Angst vor dem Alleinsein: In ihrer Kindheit wurden sie oft Opfer von Gewalt, Missbrauch oder ständiger Entwertung. Diese führen sie weiter – oft durch Selbsthass und Selbstzverletzung. (Im Bild: Patientin in der psychiatrischen Klinik Rheinau, Krankheitsbild unbekannt.)
Grosse Angst vor dem Alleinsein: In ihrer Kindheit wurden sie oft Opfer von Gewalt, Missbrauch oder ständiger Entwertung. Diese führen sie weiter – oft durch Selbsthass und Selbstzverletzung. (Im Bild: Patientin in der psychiatrischen Klinik Rheinau, Krankheitsbild unbekannt.)
Keystone
Auch Drogen setzen sie oft ein, um sich selbst zu therapieren und den inneren Druck abzubauen. (Im Bild: Patientin der geschlossenen Entzugs- und Motivationsstation für Alkohol- und Medikamentenabhängige des Psychiatriezentrums in Rheinau.)
Auch Drogen setzen sie oft ein, um sich selbst zu therapieren und den inneren Druck abzubauen. (Im Bild: Patientin der geschlossenen Entzugs- und Motivationsstation für Alkohol- und Medikamentenabhängige des Psychiatriezentrums in Rheinau.)
Keystone
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Gestern Mittwoch stand ein 22-jähriger Schweizer vor dem Zürcher Bezirksgericht. Er hatte im vergangenen November einen Freund unter Drogeneinfluss mit einem Messer angegriffen. Das Opfer starb an den Stichverletzungen. Beim Täter wurde eine Borderline-Persönlichkeitsstörung festgestellt. Könnte das Tötungsdelikt in direktem Zusammenhang mit dieser stehen?

Da sehe ich keinen unmittelbaren Zusammenhang. Einerseits waren Drogen im Spiel, andererseits eine persönliche Beziehung zu einem Freund. Diese Voraussetzungen allein können in gewissen Situationen zu einem Tötungsdelikt führen. Mit der Diagnose einer Persönlichkeitsstörung muss dies nicht zusammenhängen.

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