Zum Hauptinhalt springen

«Wir haben alle geweint»

Radio-105-Gründer Giuseppe Scaglione übt in einem Interview Kritik an Radio Energy. Zum neuen Eigentümer Roger Schawinski äussert sich Scaglione mit «gemischten Gefühlen».

«Das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht»: Nach 18 Jahren musste Giuseppe Scaglione mit seinem Radio 105 Konkurs anmelden.
«Das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht»: Nach 18 Jahren musste Giuseppe Scaglione mit seinem Radio 105 Konkurs anmelden.
Keystone

In einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag» äussert sich der Gründer des Jugendsenders Radio 105, Giuseppe Scaglione, zu den Ursachen des Konkurs und Roger Schawinskis Übernahme.

Der Bankrott sei ein «Schock» gewesen, bei dem «alle geweint» hätten. «Das kann man nicht in Worten beschreiben», sagt Scaglione der Zeitung. Auslöser der Krise sei der Werbeverkauf durch Radio Energy gewesen: «In der Zeit, als Energy die klassische Werbung vermarktete, haben wir die Hörerzahlen und die Umsätze mit dem Sponsoring verdreifacht, nur in der klassischen Werbung passierte das Gegenteil. Dort verloren wir massiv Kunden», sagt Scaglione im Interview.

«Es war ein Schock»

Als der Vertrag mit Energy im Dezember 2012 ausgelaufen sei, hätten seine italienischen Partner versichert, die Durststrecke zu überbrücken. Im Frühjahr 2013 sei aber ihr «überraschender Rückzug» erfolgt. Zum neuen Eigentümer Roger Schawinski äussert sich Scaglione mit «gemischten Gefühlen»: «Fairerweise muss man sagen, dass die Hälfte der Mitarbeiter bei Schawinski nicht untergekommen ist». Enttäuscht zeigt sich Scaglione von der Zürcher Politik: «Als wir Bankrott gingen, hat sich genau eine Person aus der Zürcher Politik bei mir gemeldet. Wir haben seit dem UKW-Start nie Rückenwind aus der Zürcher Politik gekriegt.»

Die Kritik an der Kostenstruktur und den Löhnen des Radiosenders begreife er nicht: «Wir haben branchenübliche und sogar gewerkschaftlich empfohlene Löhne bezahlt.» Er sei stolz auf das Erreichte. Über seine persönliche Zukunft habe er noch keine Entscheide gefällt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch