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Wir übernehmen: Die Sitter von Zürich

Sie haben ein Meerschweinchen, eine Katze, durstige Pflanzen und wollen in den Sommerferien verreisen? Da sind Sie nicht allein – hier wird ihnen geholfen.

Hannes Nussbaumer
In Amerika längst überall zu sehen: Dogsitter führen Hunde im Park aus.
In Amerika längst überall zu sehen: Dogsitter führen Hunde im Park aus.
Keystone

Wenn die Sommerferien bevorstehen und man verreisen möchte, gilt es allerlei Logistisches zu regeln. Wer giesst die Pflanzen? Wer füttert die Katze, leert den Briefkasten, schaut in Haus und Garten zum Rechten? Gibt es hierzu keine Hilfe im privaten Umfeld, muss man nach Alternativen suchen. Die Nachfrage ist offenbar so gross, dass in Zürich und Umgebung ein Grosssortiment an Sitting-Optionen entstanden ist.

Wobei sich das Universum an Angeboten in zwei Unteruniversen teilen lässt: Die Betreuung kleinerer Haustiere und Pflanzen erfolgt in der Regel per Hausbesuch beim Kunden. Anders liegt der Fall bei Hunden: Will Herrchen ohne Vierbeiner verreisen, bietet sich für das Tier ein Aufenthalt in der Hundepension an.

Frühzeitiges Auskundschaften

Haustierhalter müssen selbst einschätzen, bei welchen Sittern ihre Vierbeiner in den richtigen Händen sind. Ein offizielles Gütesiegel oder ein Zertifikat gibt es nicht. Im Bedarfsfall kann man aber beim Veterinäramt anfragen, ob eine Bewilligung für das Tiersitten vorliegt, denn Einrichtungen für mehr als fünf Tiere sind bewilligungspflichtig.

«Es ist immer ein Alarmzeichen, wenn die Tierheim-Betreiber einem die Örtlichkeiten nicht zeigen wollen oder mit Auskünften hinter dem Berg halten.»

Mona Neidhart, Veterinäramt Kanton Zürich

Bei der Wahl des passenden Sitters ist es wichtig, die Qualität der Angebote rechtzeitig vor den Ferien zu überprüfen. Mona Neidhart vom Veterinäramt Kanton Zürich rät dazu, sich den Betrieb persönlich anzuschauen und sich das Konzept des Tiersittings genau erklären zu lassen. Insbesondere gelte es dabei, den Umgang der Sitter mit den Tieren sowie die hygienischen Verhältnissen vor Ort zu prüfen. «Es ist immer ein Alarmzeichen, wenn die Betreiber einem die Örtlichkeiten oder auch allfällige Tiertransportfahrzeuge nicht zeigen wollen oder mit Auskünften hinter dem Berg halten.»

Betreuung für Katzen und Co.

Um die Suche nach einem Hütedienst zu erleichtern, hat Redaktion Tamedia einige Optionen zusammengestellt. So existieren im Kanton Zürich beispielsweise zwei Hunde-Paradiese – jenes im Tösstalmit und jenes in Wetzikon ohne Bindestrich. Daneben gibt es auch im Hundehort in Wädenswil und in der Hundepensionin Kempthal eine Temporär-Bleibe für Vierbeiner.

Wer die Katze versorgt haben will, findet unter anderem Unterstützung bei Isi Katzenbetreuung. Wie die meisten Katzensitter betreut Isabell Patscheider die Tiere vor Ort in ihrer gewohnten Umgebung. Sie bietet dabei aber auch Leistungen an, die über die Büsi-Bedürfnisse hinausgehen: Briefkasten leeren, Pflanzen giessen, Storen bewegen.

Ingrid Obst betreibt in der Stadt Zürich einen Sittingdienst für Katzen, bei dem «eventuell anwesende Goldfische und fleischfressende Pflanzen ebenfalls berücksichtigt werden», wie sie sagt. Haustier-Sitterin Stefanie Häberle aus Bubikon wiederum kümmert sich nicht nur um Katzen, sondern hilft auch bei der Betreuung von Kaninchen, Reptilien oder Pferden.

House- und Wohnungssitting

Während die Katzen- und Haustiersitting-Dienstleister das Briefkastenleeren sozusagen nebenher erledigen, gibt es diverse Unternehmen, die sich quasi umgekehrt anpreisen: als Experten fürs Haushüten und -pflegen, die aber – wo nötig und erwünscht – auch die Katze oder den Goldfisch füttern.

Housesitting-Angebote sind beliebt und werden nach Auskunft von Branchenkennern immer beliebter – insbesondere Expats, die in der Regel nicht über ein Netz von hilfsbereiten Nachbarn verfügen, nehmen solche Dienste gerne in Anspruch. Wie beispielsweise jene von «Home-Butler» oder «Home Attendant», welche die Hausbetreuung während Ferien, Geschäftsreisen oder gar einem Spitalaufenthalt organisieren. Auch hier gilt: Rechtzeitig mit den Anbietern in Kontakt treten, damit man pünktlich zur Abreise die passende Sitting-Option gefunden hat und in den Ferien wirklich abschalten kann.

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