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«Wir werden nicht zulassen, dass aus der Brunau ein Sihlquai wird»

Laut Stadtrat Martin Waser (SP) spricht die wirtschaftliche Logik für den Strichplatz in Altstetten. Persönlich sei ihm das Gewerbe der Prostitution zuwider.

Monica Müller
Piktogramm-Studium beim Eingang: Eine Besucherin am Tag der offenen Tür im August 2013 auf dem Zürcher Strichplatz.
Piktogramm-Studium beim Eingang: Eine Besucherin am Tag der offenen Tür im August 2013 auf dem Zürcher Strichplatz.
Doris Fanconi
Wie ein Bushäuschen: Sogar eine Sitzbank gibt es.
Wie ein Bushäuschen: Sogar eine Sitzbank gibt es.
Doris Fanconi
Jenny wird hier sein: Die Prostituierte gibt Journalisten bereitwillig Auskunft. Sie ist des Lobes voll über den Strichplatz und will künftig hier anschaffen.
Jenny wird hier sein: Die Prostituierte gibt Journalisten bereitwillig Auskunft. Sie ist des Lobes voll über den Strichplatz und will künftig hier anschaffen.
Doris Fanconi
Grosses Interesse: Polizisten geben Besucherinnen und Besuchern Auskunft.
Grosses Interesse: Polizisten geben Besucherinnen und Besuchern Auskunft.
Doris Fanconi
Ganz unterschiedliche Besucher: Jung und alt, Frauen und Männer wollen gleichermassen Auskunft über den Strichplatz.
Ganz unterschiedliche Besucher: Jung und alt, Frauen und Männer wollen gleichermassen Auskunft über den Strichplatz.
Doris Fanconi
Filmdokumentation: Regisseur Tim Zulauf und Schauspieler Christoph Rath sammeln Material für eine «installative Dramatisierung zur stadträumlichen Verlagerung von Sexarbeit in Zürich».
Filmdokumentation: Regisseur Tim Zulauf und Schauspieler Christoph Rath sammeln Material für eine «installative Dramatisierung zur stadträumlichen Verlagerung von Sexarbeit in Zürich».
Doris Fanconi
Sichtschutz: Ein künstlicher Hügel schützt vor ungebetenen Blicken in die Sexboxen.
Sichtschutz: Ein künstlicher Hügel schützt vor ungebetenen Blicken in die Sexboxen.
Doris Fanconi
Blick aus einer Box. Die Boxen sind so gebaut, dass Freier ihre Autos auf der Fahrerseite dicht an der Wand parkieren müssen. So können sie den Wagen nicht einfach verlassen, während die Frauen auf der Beifahrerseite problemlos über ein leicht erhöhtes Podest ein- und aussteigen können. Das dient der Sicherheit.
Blick aus einer Box. Die Boxen sind so gebaut, dass Freier ihre Autos auf der Fahrerseite dicht an der Wand parkieren müssen. So können sie den Wagen nicht einfach verlassen, während die Frauen auf der Beifahrerseite problemlos über ein leicht erhöhtes Podest ein- und aussteigen können. Das dient der Sicherheit.
Doris Fanconi
Beratungsstelle: Flora Dora, die am Sihlquai mit einem Bus präsent war, ist nun in einem Container unmittelbar neben den Sexboxen untergebracht.
Beratungsstelle: Flora Dora, die am Sihlquai mit einem Bus präsent war, ist nun in einem Container unmittelbar neben den Sexboxen untergebracht.
Doris Fanconi
Einfach und doch ansprechend: Raum bei Flora Dora. Hier können sich die Frauen treffen und reden. Es gibt auch Duschen und Garderobenkästchen, damit die Prostituierten nach getaner Arbeit in Strassenkleidung nach Hause können.
Einfach und doch ansprechend: Raum bei Flora Dora. Hier können sich die Frauen treffen und reden. Es gibt auch Duschen und Garderobenkästchen, damit die Prostituierten nach getaner Arbeit in Strassenkleidung nach Hause können.
Doris Fanconi
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Herr Waser, Flugblätter, Informationen für Freier auf der Website, ein Tag der offenen Tür für alle. Wie wohl ist es Ihnen dabei, als Vorsteher des Sozialdepartements Werbung für Prostitution zu machen?

Das tun wir nicht. Wir wollen die Prostitution, die bis heute am Sihlquai stattfand, auf den Strichplatz verlagern. Damit das funktioniert, müssen die Freier und die Sexarbeiterinnen wissen, was auf sie zukommt. Den Tag der offenen Tür haben wir organisiert, um die Ängste und schlechten Gefühle abzubauen, die die Pläne für einen Strichplatz im Quartier teilweise ausgelöst hatten.

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